Sogwirkung durch Silicon Saxony: Asiatische Firmen wählen Sachsen als Europa-Zentrale

Dresden - Trotz der schwierigen internationalen Lage blieb das Silicon Saxony auch 2025 ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die wirtschaftliche Anziehungskraft Sachsens geht. Eine Bilanz.

WFS-Geschäftsführer Thomas Horn (56) blickt auf ein erfolgreiches Jahr in einem herausfordernden Umfeld zurück.  © Holm Helis

Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) betreute im vergangenen Jahr sachsenweit insgesamt 18 Neuansiedlungen (2024: 19) und Firmenerweiterungen mit einem Volumen von 211,09 Millionen Euro.

Damit konnten 868 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden, sagt WFS-Geschäftsführer Thomas Horn (56). Die Investoren kamen schwerpunktmäßig aus Deutschland sowie aus den Niederlanden, Finnland, der Schweiz, Japan, Taiwan und den USA.

Immer deutlicher werde die Anziehungskraft der ESMC-Ansiedlung auf Zulieferer und Dienstleister der Mikroelektronik-Branche, so Horn.

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"Besonders erfreulich ist, dass sich mehrere Unternehmen für Sachsen als Zentrale für den Start ihrer europäischen Aktivitäten entschieden haben."

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Abgesehen vom Silicon Saxony setzte die Wirtschaftsförderung 2025 auf die Gründung eines neuen Radiopharmazie-Clusters, die Ernährungswirtschaft und das Thema Bioökonomie.  © picture alliance/dpa
Das Mikroelektronik-Cluster "Silicon Saxony" rund um Dresden ist und bleibt Anziehungspunkt für viele weitere Firmen der Branche.  © picture alliance / ZB/euroluftbild.de

WFS unterstützt rund 1180 sächsische Unternehmen

Abhängigkeiten minimieren will Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD).  © Holm Helis

So eröffneten Marketech International (MIC), Taiwan Puritic (TPC) und die Arcade Engineering, eine Tochter der japanischen Kurita-Gruppe, Niederlassungen in Dresden.

Alle drei arbeiten als Zulieferer oder Dienstleister für die Halbleiterindustrie.

Darüber hinaus unterstützte die WFS rund 1180 sächsische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke bei Außenwirtschaftsaktivitäten.

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Im Außenhandel blieb Europa mit einem Anteil von 63 Prozent an den sächsischen Gesamtexporten (50,6 Milliarden Euro) der wichtigste Absatzmarkt.

"Der Freistaat vernetzt sich aktiv mit Partnern im EU-Binnenmarkt, aber auch in Zentralasien sowie mit Indien, Japan oder Taiwan", sagt Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD).

Dies erschließe den sächsischen Unternehmen neue Märkte und minimiere Abhängigkeiten. Wichtigster Handelspartner waren trotz der Zölle erneut die USA (4,8 Milliarden Euro) vor China (4,5) und dem Vereinigten Königreich (4,2).

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