Brände, Pannen, Zusammenstöße: So viele Militär-Zwischenfälle gab es auf Sachsens Straßen

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Sachsen - Brennende Panzer, technische Defekte oder Zusammenstöße: Immer wieder kommt es in Sachsen zu Unfällen mit Militärfahrzeugen. Das BSW wollte es genau wissen: Wie viele Militär-Unfälle gibt es im Freistaat?

Im April fing ein Panzer auf der A4 bei Dresden Feuer. Es kam zu Stau.
Im April fing ein Panzer auf der A4 bei Dresden Feuer. Es kam zu Stau.  © Roland Halkasch

Der Landtagsabgeordnete Nico Rudolph (37, BSW) hakte bei Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) nach. In einer "Kleinen Anfrage" wollte er wissen, wie viele Militär-Unfälle es in den vergangenen zehn Jahren in Sachsen gab.

Die Antwort überrascht: Eine vollständige Zehn-Jahres-Bilanz gibt es nicht. Der Grund: Derartige Vorfälle werden bei der Polizei nur ein Jahr lang gespeichert. Deshalb konnte die Sachsen-Regierung lediglich die Ereignisse von Mai 2025 bis Mai 2026 auswerten.

Demnach wurden in diesem Zeitraum 15 Vorfälle mit Militärfahrzeugen registriert. Darunter waren elf Unfälle und vier technische Defekte oder Brände. Es folgten teilweise Sperrungen, Stau und Verkehrschaos.

Besonders auffällig: Nur sieben Vorfälle werden der Bundeswehr zugeschrieben, die übrigen acht entfallen auf ausländische Streitkräfte.

Immerhin: Schwerwiegende Folgen blieben aus. Laut Staatsregierung wurden bei allen registrierten Fällen lediglich drei Menschen leicht verletzt. Tote und Schwerverletzte gab es nicht.

Nico Rudolph (37, BSW) wollte von der Sachsen-Regierung wissen, wie viele Militär-Unfälle es in den vergangenen zehn Jahren in Sachsen gab.
Nico Rudolph (37, BSW) wollte von der Sachsen-Regierung wissen, wie viele Militär-Unfälle es in den vergangenen zehn Jahren in Sachsen gab.  © Ralph Kunz
Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) legte die verfügbaren Daten zu Militär-Unfällen in Sachsen vor.
Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) legte die verfügbaren Daten zu Militär-Unfällen in Sachsen vor.  © Thomas Türpe

Erst im April legte ein Militär-Unfall die A4 lahm

Stau-Chaos auf der A4: Ende April krachte ein Fahrzeug der US-Armee bei Chemnitz mit einem Kranwagen zusammen - die Autobahn musste voll gesperrt werden.
Stau-Chaos auf der A4: Ende April krachte ein Fahrzeug der US-Armee bei Chemnitz mit einem Kranwagen zusammen - die Autobahn musste voll gesperrt werden.  © Erik Frank Hoffmann

Der jüngste verzeichnete Militär-Unfall ereignete sich Ende April auf der A4 bei Chemnitz. Ein Fahrzeug der US-Armee stieß mit einem Kranfahrzeug zusammen. Die Autobahn in Richtung Dresden musste gesperrt werden - es bildete sich Stau.

Nur wenige Tage zuvor brannte auf der A4 bei Dresden ein Panzer - auch bei diesem Vorfall wurde die Autobahn kurzzeitig lahmgelegt.

Spannend: Infrastrukturministerin Regina Kraushaar betont in der "Kleinen Anfrage" außerdem, dass Militärtransporte gesetzliche Sonderrechte genießen.

So gelten Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen nicht. Zudem dürfen die Transporte in bestimmten Fällen von den üblichen Verkehrsregeln abweichen.

Titelfoto: Bildmontage: Erik Frank Hoffmann, Roland Halkasch, Thomas Türpe

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