Wermsdorf - Auf der S24 bei Wermsdorf in Nordsachsen hat sich in der Nacht zu Montag ein 42-jähriger Deutscher eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Weit kam er dabei allerdings nicht.
Wie Polizeisprecher Moritz Peters gegenüber TAG24 erklärte, war der Mann kurz nach Mitternacht aus Richtung Luppa kommend gen Wermsdorf unterwegs, als eine Polizeistreife ihn einer Kontrolle unterziehen wollte.
"Die Beamten schalteten das Anhaltezeichen ein. Statt der Aufforderung nachzukommen, versuchte der Fahrer jedoch, sich der Verkehrskontrolle zu entziehen", so der Sprecher.
Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Kurz nach der Kreuzung mit der Zeppelinstraße fand die Jagd jedoch ein jähes Ende.
Aus noch ungeklärter Ursache geriet der Ford plötzlich auf die Gegenfahrbahn. Nach Informationen vom Ort des Geschehens kam er auf einer Strecke von 80 bis 100 Metern dann auch gänzlich von der Fahrbahn ab, schleuderte entlang des Straßengrabens und überschlug sich, bevor er schließlich im Graben auf dem Dach zum Liegen kam.
Ermittlungen gegen 42-Jährigen wegen gleich mehrerer Vergehen
Feuerwehr und Rettungsdienst rückten ebenfalls an, kümmerten sich vor Ort um den verunglückten Fluchtfahrer sowie seine Beifahrerin. Beide wurden bei dem Crash verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Ein durchgeführter Drogenschnelltest reagierte zudem positiv auf Amphetamine.
Damit jedoch nicht genug der Vergehen, denn wie sich im Nachgang ergab, verfügte der 42-Jährige nicht über eine Fahrerlaubnis. Das Auto soll zudem nicht versichert gewesen sein.
Der Ford wurde bei dem Unfall schwer beschädigt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte zunächst jedoch nicht beziffert werden.
Das Polizeirevier in Grimma ermittelt nun wegen gleich mehrerer Vergehen gegen den 42-Jährigen.
Erstmeldung vom 12. Januar, 10.20 Uhr. Aktualisiert um 12.06 Uhr.