Radler (50) durch "Dooring" schwer verletzt: So könnt Ihr die Unfälle vermeiden

Borna - Eine unachtsam geöffnete Autotür beförderte einen 50-jährigen Radfahrer aus Borna am Wochenende ins Krankenhaus. Die Polizei spricht in dem Fall vom sogenannten "Dooring" - und gibt Tipps, wie die Unfälle vermieden werden können.

Sogenannte "Dooring"-Unfälle treten immer wieder im Straßenverkehr auf. In Borna traf es nun einen 50-Jährigen, der mit seinem Rad unterwegs war. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Der Unfall selbst ereignete sich am Sonntagabend auf der Roßmarktstraße. Eine 18-Jährige hielt gegen 18.15 Uhr mit ihrem Fiat in Höhe der Grabengasse in stadteinwärtige Richtung. Als sie ihr Auto verlassen wollte und die Tür öffnete, übersah sie den in gleiche Richtung fahrenden Radler.

Der 50-Jährige kollidierte mit der geöffneten Tür und stürzte. Ein Rettungswagen brachte den Mann anschließend zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Gegen die 18-Jährige wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

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Die Polizei bezeichnet das Phänomen als sogenanntes "Dooring".

Dabei werden Autotüren plötzlich und unachtsam geöffnet, oftmals direkt in die Fahrbahn von Radfahrern. "Diese haben dann meist keine Chance, rechtzeitig zu bremsen oder auszuweichen. Die Folgen sind häufig schwere Verletzungen", erklärt Polizeisprecher Tom Erik Richter.

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So könnt Ihr das sogenannte "Dooring" vermeiden

Laut Polizei können die Unfälle auf einfache Art vermieden werden. Ein einfacher Schulterblick reiche oft aus, damit Radfahrer sicher an Euch vorbeikommen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Ein kurzer Schulterblick reiche oft aus, um herannahende Radler rechtzeitig zu bemerken.

Die Polizei empfiehlt den sogenannten "Holländischen Griff", bei dem Ihr zum Öffnen der Tür (als Fahrer) nicht die Linke, sondern die rechte Hand nutzt.

"Dadurch dreht sich der Oberkörper zur Seite, der Blick fällt automatisch in den Außenspiegel und über die Schulter – und Radfahrer werden besser wahrgenommen", so der Polizeisprecher.

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Auch der Blick in den Rückspiegel sei unerlässlich, um auch schnelle Radfahrer zu erkennen, die sich möglicherweise noch hinter Eurem Fahrzeug befinden.

Fahrerinnen und Fahrer sollten zudem ihre Mitfahrenden aktiv darauf hinweisen, ebenfalls vorsichtig zu sein.

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