Urlaub in der Heimat: Vogtland, hinter sanften Hügeln warten Bäder und Kultur

Sachsen - Viele Sachsen bleiben wegen der zahlreichen Krisen in diesem Sommer einfach zu Hause. Nicht die schlechteste Alternative! Wir präsentieren in unserer Sommerserie "Urlaub in der Heimat - Wandern und Radeln durch Sachsen" für jede Urlaubsregion eine Wander- und Radroute, natürlich mit Tipps für schöne Stopps und welche Sehenswürdigkeiten Sie unterwegs entdecken können. Nächster Halt ist das Vogtland.

Vogtland Panorama Weg

Hier verläuft der Vogtland Panorama Weg.  © outdooractive Kartografie, OpenStreetMap

Durchs Vogtland führen mehrere zertifizierte "Qualitätswege Wanderbares Deutschland". Das Aushängeschild der Region ist dabei der Vogtland Panorama Weg mit 80 Panoramaaussichten.

Er beginnt und endet an der berühmten Göltzschtalbrücke in Netzschkau, der größten Ziegelsteinbrücke der Welt.

Auf etwa 230 Kilometern schlängelt sich die Route durch Wälder und über sanfte Hügel Richtung Elsterberg, Pöhl mit der Talsperre, vorbei an Plauen und Oelsnitz, bis in die Sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach, um dann über die traditionsreichen "Musikwinkel"-Orte Markneukirchen, Erlbach und Klingenthal den Rückweg anzutreten.

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Höhepunkte: Göltzschtalbrücke, Talsperre Pöhl, Staatsbäder Bad Elster & Bad Brambach, Erlebniswelt Musikinstrumentenbau Vogtland in Markneukirchen, Vogtland Arena Klingenthal, Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz, Wernesgrüner Brauerei, Burg Mylau

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Talumspannendes Wahrzeichen im Vogtland: Die Göltzschtalbrücke ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt.  © T. Peisker

Bade- und Veranstaltungstipps sowie Etappenempfehlung

Nx für Angsthasen: Blick von der Schanze in die Vogtland Arena Klingenthal.  © Archiv

Badetipp: Auf dem Vogtland Panorama Weg sollte man unbedingt Badesachen einpacken. So kann man einen Abstecher zu den Talsperren Pöhl und Pirk einplanen oder den Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach einen Besuch abstatten.

Veranstaltungstipp: Bad Elster ist traditionell Hauptaustragungsort des "Chursächsischen Sommers", bei dem bis 5. Oktober zahlreiche Kulturveranstaltungen im König Albert Theater oder im NaturTheater inmitten des historischen Waldparks stattfinden.

Weitere Informationen findet Ihr unter: chursaechsische.de

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Etappenempfehlung: Baden, Wandern und Kultur bietet die 5. Etappe des Vogtland Panorama Weges, die mit etwa zwölf Kilometern (ca. 3,5 Stunden) zu den kürzeren Teilabschnitten gehört.

Sie führt von Bad Elster durch das kleine, denkmalgeschützte Dorf Raun, in dem man zahlreiche Häuser mit dem Egerländer Fachwerkgiebel entdecken kann, bis nach Bad Brambach.

Warum in die Ferne schweifen? Wandern im Vogtland kann 2026 eine perfekte Ferienbeschäftigung sein.  © Dennis Stratmann
Ausflug zu den Sternen: Stippvisite in der Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz.  © Dennis Stratmann

Steckbrief

Malerisches Vogtland: Eine kurze Rast am See kann so entspannend sein.  © Tino Peisker
  • Strecke: 230 km Rundweg in zwölf Etappen (je 10-30 km)
  • Gehzeit: 62,5 Stunden
  • Markierung: Es werden Markierungen vorhandener Wanderwege genutzt (blauer/roter/gelber/grüner Strich, blaues E3) und VPW in Rot.
  • Schwierigkeit: mittel- (Etappen 2, 4-6, 8) bis schwere Etappen (1, 3, 7, 9-12) in durchweg hügeligem Gelände
  • Unterkünfte: verschiedene Unterkünfte; unbedingt vorab buchen (insbesondere an Wochenenden)

Weitere Informationen findet Ihr unter: sachsen-tourismus.de/tour/vogtland-panorama-wegr

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Musikantenradweg

Hier verläuft der Musikantenradweg.  © outdooractive Kartografie, OpenStreetMap

Noch mehr als 100 Manufakturen pflegen im Vogtland das immaterielle Kulturerbe des Instrumentenbaus. Die Tradition dieses "Vogtländischen Musikwinkels" kann man auf dem gut 100 Kilometer langen Musikantenradweg, der den Spuren der Wandermusikanten des 18. und 19. Jahrhunderts folgt, entdecken.

Dabei werden die wichtigsten Orte des traditionellen Musikinstrumentenbaus durchfahren. In Markneukichen zum Beispiel werden seit über 350 Jahren Instrumente gefertigt, Zwota gilt als Ursprung der sächsischen Harmonikaindustrie und Klingenthal ist berühmt für den Akkordeon- und Mundharmonikabau.

Möchte man entlang der Strecke auch ein paar Museen besichtigen, sollte die Route auf zwei Tage aufgeteilt werden.

Trittmechanik für elf Glocken: Lassen Sie Stufe für Stufe die Glockentreppe am Musikinstrumentenmuseum in Markneukirchen erklingen!  © Dennis Stratmann

Ausrüstungstipp, Höhepunkte und Etappenempfehlung

Radeln durch Markneukirchen: Im sächsischen Musikwinkel geht es über 100 Kilometer entlang des Musikantenradwegs.  © Dennis Stratmann

Ausrüstungstipp: Die Strecke sollte am besten mit einem Mountain- oder E-Bike befahren werden.

Höhepunkte: Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen, Markneukirchener Schauwerkstätten, Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal, Harmonikamuseum Zwota

Etappenempfehlung: Wer nicht die ganze Runde drehen möchte, kann zwischen Markneukirchen und Erlbach über den idyllischen Schwarzbachtal-Radweg abkürzen und mit der nördlichen Runde (55 km/4 Stunden), die über die Kämme des Elstergebirges und des westlichen Erzgebirgsvorlandes führt, den schönsten und aussichtsreichsten Teil des Musikantenradwegs und gleichzeitig den "Vogtländischen Musikwinkel" entdecken.

Wo es geigt und tönt: Einblicke ins Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen.  © Dennis Stratmann

Steckbrief

Bäderarchitektur und Wellness genießen: In Bad Elster geht's in die Sächsischen Staatsbäder mit Soletherme und Saunawelt.  © Dennis Stratmann
  • Strecke: 105 km Rundweg
  • Fahrzeit: 8,5 Stunden
  • Markierung: stilisierter, goldener Gitarrensteg
  • Schwierigkeit: mittelschwer aufgrund der zu bewältigenden Anstiege und bis zu 1 800 Höhenmeter
  • Unterkünfte: Hotels und Pensionen

Weitere Informationen findet Ihr unter: sachsen-tourismus.de/tour/musikantenradweg

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