Urlaub in Heimat: Oberlausitz, das Wander- und Radelparadies

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Sachsen - Viele Sachsen bleiben wegen der zahlreichen Krisen in diesem Sommer einfach zu Hause. Nicht die schlechteste Alternative! Wir präsentieren in unserer Sommerserie "Urlaub in der Heimat - Wandern und Radeln durch Sachsen" für jede Urlaubsregion eine Wander- und Radroute, natürlich mit Tipps für schöne Stopps und welche Sehenswürdigkeiten Ihr unterwegs entdecken könnt. Wir biegen ab in die Oberlausitz.

Oberlausitzer Bergweg

Hier verläuft der Oberlausitzer Bergweg.
Hier verläuft der Oberlausitzer Bergweg.  © outdooractive Kartografie, OpenStreetMap

Er ist einer von Deutschlands schönsten Wanderwegen und wurde zudem vom Deutschen Wanderverband als Qualitäts-Fernwanderweg "Wanderbares Deutschland" zertifiziert: der Oberlausitzer Bergweg.

Auf 128 Kilometern entführt er in eine Region voller Natur, Geschichte und Tradition, fernab des Massentourismus. Entschleunigung ist das Zauberwort.

Die Route erstreckt sich dabei von Bischofswerda, durch beschauliche Umgebindehaus-Dörfer, bis ins Zittauer Gebirge, dem kleinsten deutschen Mittelgebirge.

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In sieben Etappen geht es dabei auch auf sechs Bergkuppen: den Butterberg (384 m), den Valtenberg (587 m), den Bieleboh (499 m), den Kottmar (583 m), die Lausche (793 m) - der höchste Berg der Oberlausitz - und den Hochwald (749 m), allesamt mit schönen Aussichten ins Umland.

Umgebindehäuser in Großschönau - auch für diesen Baustil ist die Region bekannt.
Umgebindehäuser in Großschönau - auch für diesen Baustil ist die Region bekannt.  © Dennis_Stratmann

Höhepunkte und Etappenempfehlung

Malerisch: Die Burg Oybin ist ein Highlight der Strecke.
Malerisch: Die Burg Oybin ist ein Highlight der Strecke.  © 123RF

Höhepunkte: Traditionelle Umgebindehäuser, Burg und Kloster Oybin, Zittauer Fastentuch, Bockwindmühle Kottmarsdorf

Etappenempfehlung: Die sechste Etappe des Oberlausitzer Bergwegs führt auf etwa 15 Kilometern (5 Stunden) von Waltersdorf durch Wälder, enge Täler und auf romantischen Wegen bis nach Oybin ins Zittauer Gebirge.

Unterwegs entdecken Wanderer spektakuläre Felsenformationen wie die Jonsdorfer Felsenstadt oder den Kelchstein, ein 17 Meter hoher Pilzfelsen bei Oybin, aber auch beeindruckende Aussichtspunkte wie den Aussichtsturm Hochwald, der einen Panoramablick bis nach Tschechien und Polen erlaubt.

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Auch den Aufstieg zum Berg Oybin mit seiner märchenhaften Burg- und Klosterruine sollte man nicht auslassen.

Natur pur: die Kelchsteine im Zittauer Gebirge.
Natur pur: die Kelchsteine im Zittauer Gebirge.  © IMAGO/Zoonar

Steckbrief

Diese Wege machen Eltern wie Kindern einen Heidenspaß.
Diese Wege machen Eltern wie Kindern einen Heidenspaß.  © IMAGO/Westend 61
  • Strecke: 128 km in sieben Etappen (je 12-25 km)

  • Gehzeit: 35 Stunden

  • Markierung: grüner Strich (Bischofswerda-Valtenberg), blauer Strich (Valtenberg-Zittau)

  • Schwierigkeit: mittelschwer; schwieriger wird es im Zittauer Gebirge (steile Anstiege, Treppen)

  • Unterkünfte: Zahlreiche Unterkünfte, von denen einige den Service "Oberlausitzer Bergweg – Wandern ohne Gepäck" anbieten und das Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft transportieren.

  • Infos: sachsen-tourismus.de/tour/oberlausitzer-bergweg-sagenhafte-weitsichten

Oder-Neiße-Radweg

Hier verläuft der Oder-Neiße-Radweg.
Hier verläuft der Oder-Neiße-Radweg.  © outdooractive Kartografie, OpenStreetMap

Auf etwa 640 Kilometern (9-12 Etappen) führt der Oder-Neiße-Radweg von der Neißequelle in Tschechien bis nach Zittau (Etappe: 58 km/4 Stunden/schwer) und dann immer die deutsch-polnische Grenze entlang bis zur Ostseeinsel Usedom.

Der sächsische Abschnitt beginnt bei Zittau und endet nach 157 Kilometern in Bad Muskau. Unterwegs wechseln sich Kultur und Natur harmonisch ab.

Während man in Zittau barocke Bürgerhäuser sowie den hübschen Marktplatz mit Rathaus und in Görlitz die schön sanierte Altstadt mit Peterskirche, Kaisertrutz und Altstadtbrücke erkunden kann, geht es gleichzeitig auch durch stille Kiefernwälder, idyllische Fluss- und Auenlandschaften der Neiße, bis zum UNESCO-prämierten Fürst-Pückler-Park mit Schloss in Bad Muskau.

Für die gesamte sächsische Strecke sollte man sich zwei bis drei Tage Zeit lassen.

Für das Bad Muskauer Schloss darf man auch gerne mal anhalten.
Für das Bad Muskauer Schloss darf man auch gerne mal anhalten.  © Philipp Herfort

Höhepunkte, Badetipp, Etappenempfehlung

Die Rakotzbrücke im Kromlauer Park ist eiin beliebtes Fotomotiv.
Die Rakotzbrücke im Kromlauer Park ist eiin beliebtes Fotomotiv.  © imago/Sylvio Dittrich

Höhepunkte: Altstädte von Zittau & Görlitz, Berzdorfer See, Kulturinsel Einsiedel, Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, Kromlauer Park

Badetipp: Die Blaue Lagune am Berzdorfer See hat feinen Sandstrand, ein flach abfallendes Ufer und ist überwacht.

Etappenempfehlung: Wer nicht nur hin, sondern auch zurückradeln möchte, dem sei der Rückweg über den Spreeradweg empfohlen. Beide Radwege zusammen bilden den Zwillingsradweg (gesamt 276 km), der das Beste beider Radwege in Sachsen vereint.

So geht es von Bad Muskau durchs Lausitzer Seenland, durch die über eintausendjährige Stadt Bautzen bis zum Oberlausitzer Bergland, wo die drei Quellen der Spree entspringen, und zurück nach Zittau.

In Bad Muskau wird im Fürst-Pückler-Park mal eben die Neiße gequert.
In Bad Muskau wird im Fürst-Pückler-Park mal eben die Neiße gequert.  © Philipp Herfort

Steckbrief

Wer seine Strecke geschafft hat, hat sich danach in der Stadt auch ein Eis verdient.
Wer seine Strecke geschafft hat, hat sich danach in der Stadt auch ein Eis verdient.  © Philipp Herfort
  • Strecke: 157 km in zwei Etappen

  • Fahrzeit: 10,5 Stunden

  • Markierung: auf dem Kopf stehendes grünes Dreieck mit blauem Flussverlauf

  • Schwierigkeit: leicht, da überwiegend flache Strecke

  • Unterkünfte: Pensionen, Campingplätze, Bett+Bike-Hotels, Baumhäuser (Kulturinsel Einsiedel)

  • Infos: sachsen-tourismus.de/tour/oder-neisse-radweg.

Titelfoto: Bildmontage: Philipp Herfort, IMAGO/Westend 61

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