Traktorfahrer rammt Loch in Wohnhaus: So erlebten die Bewohner das Unglück

Gersdorf (Sachsen) - Böse Überraschung am Montagmorgen: Ein Traktor fuhr in Gersdorf (Landkreis Zwickau) zuerst durch einen Zaun und rammte schließlich die Fassade eines Mehrfamilienhauses! Das Ergebnis: ein großes Loch. Während der Traktorfahrer (18) im Krankenhaus behandelt wurde, kamen die Bewohner mit dem Schrecken davon.

Die Hausbewohnerinnen Jutta Werk (68, l.) und Tochter Janet (42) blicken auf das Loch in der Fassade.  © Robert Preuße

Jutta Werk (68) und ihre Tochter Janet (42) wohnen seit über 15 Jahren in dem Haus an der Erlbacher Straße. Aber so einen Unfall haben sie noch nicht erlebt.

Die beiden wollten sich gerade auf den Weg von der Wohnung zur Bushaltestelle machen und sahen den Traktor mitsamt Anhänger noch. "In dem Moment hat es gescheppert", erzählt Janet.

Der Traktor war laut Polizei Richtung Hauptstraße (innerorts) unterwegs. Gegen 7.20 Uhr verlor der Fahrer die Kontrolle über das Gefährt, kam nach links von der Fahrbahn ab und durchbrach schließlich ein Fenster in der Hauswand. Dadurch kam es zu einem "teilweisen Einbruch der Mauer", so die Zwickauer Polizeidirektion.

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Nach dem anfänglichen Schock können die Bewohner aufatmen: Das Haus ist nicht einsturzgefährdet.

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Der Traktor durchbrach zunächst den Zaun, rammte danach ein Loch in die Hauswand.  © Andreas Kretschel
Durch das Loch kann man direkt in den Wohnraum blicken. Der Bewohner war zum Unfallzeitpunkt nicht daheim.  © Andreas Kretschel

Fenster wurde notdürftig abgesichert

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bereiten das Abstützen des Loches vor.  © Andreas Kretschel

Der Besitzer der Wohnung, in die der Traktor reingerast war, hielt sich glücklicherweise nicht zu Hause auf. Es hätte auch ins Auge gehen können. Denn gleich daneben befindet sich Juttas Wohnung, im ersten Stock wohnt Tochter Janet.

Einsatzleiter André Legies (47) von der Freiwilligen Feuerwehr Gersdorf erklärt: "Nachdem das Fahrzeug geborgen wurde, werden wir das Fenster absichern, dass die Wohnung gegen Witterungseinflüsse geschützt ist."

Obwohl keinem der Hausbewohner etwas zugestoßen ist, saß der Schock bei Janet und Mama Jutta tief. "Montagfrüh braucht man so was nicht", sagt Janet.

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Aber sie geben sich auch kämpferisch. Denn auf die Frage, ob sie wegen des Gebäudeschadens umziehen würden, sagt Jutta: "Ich nicht mehr!"

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