Dritte Niners-Pleite in Folge: Bayern München eine Nummer zu groß für Chemnitz
Chemnitz - Dieser Gegner war für die personalgeschwächten Niners eine Nummer zu groß! Der FC Bayern München feierte am Sonntag in der mit 5000 Zuschauern ausverkauften Messe Chemnitz einen überzeugenden und nie gefährdeten 87:59-Sieg.
Für das Starensemble von der Isar war das der zwölfte BBL-Sieg in Folge. Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore kassierte in der Liga die dritte Niederlage in Folge und verliert die Play-off-Plätze so langsam aus den Augen.
Die Hausherren setzten gegen die starke Bayern-Defense auf Würfe aus der Distanz. 14-mal setzten sie schon im ersten Viertel an. Nur zwei Bälle flutschten durch den Ring. Und so standen nach zehn Minuten erst zehn Punkte auf der Anzeigetafel. Die Gäste hatte acht Zähler mehr.
Niels Giffey brachte den souveränen Bundesliga-Spitzenreiter mit Beginn des zweiten Abschnitts vom Perimeter erstmals zweistellig nach vorn (21:10). Mit einem 8:0-Lauf kämpfte sich das Pastore-Team wieder heran. In Bedrängnis brachte das die Münchner nicht wirklich.
Routiniert und selbstbewusst versenkten sie drei Dreier in Folge. Chemnitz fiel wenig ein, außer weiterhin wie wild von der Dreierlinie zu ballern. In der ersten Halbzeit 25-mal, lediglich fünf Bälle waren drin.
Kevin Yebo, bester Werfer in den vergangenen Wochen, stand Mitte des zweiten Viertels bereits bei drei Fouls. Ein weiteres Handicap für das Pastore-Team, das beim Stand von 27:42 in der Kabine verschwand.
Niners konnten das Ruder nicht herumreißen
"Es war super intensiv. Mit 15 Punkten vorn - das fühlt sich gut an. Das Einzige, was uns etwas nachhängt, sind die Rebounds. Sonst läuft alles nach Plan", meinte Bayern-Star Giffey nach der ersten Halbzeit bei DYN. Das war Jammern auf hohem Niveau. Bayern hatte mit 26:16 Rebounds klar die Nase vorn.
An der eindeutigen Rollenverteilung änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts. Der deutsche Meister blieb konzentriert und fokussiert. Dem Pastore-Team fehlte angesichts des klaren Rückstands der Mut und auch die Überzeugung, das Ruder herumreißen zu können.
Für einen Lichtblick sorgte Jordan Schakel. Die Niners-Nachverpflichtung kommt langsam ins Rollen, sammelte in knapp 19 Minuten sieben Zähler und drei Rebounds ein.
Beste Werfer bei den Gastgebern: Yordan Minchev und Amadou Sow mit jeweils zwölf Punkten. Bei den Münchnern war der Ex-Chemnitzer Isiaha Mike der erfolgreichste Schütze mit 16 Punkten.
Titelfoto: Imago / Jan Huebner

