Dänemark - Die Boxwelt bangt um Raven Chapman (32)! Bereits vor rund zwei Wochen brach die britische Kämpferin nach einer Sparring-Session plötzlich zusammen, musste notoperiert werden und liegt seitdem im künstlichen Koma. Jetzt teilte ihr Team ein Update, das aber leider noch nicht aufatmen lässt.
Bereits am 24. Juli kollabierte die 32-Jährige nach dem Training in Dänemark, wie ihr Management "Vote Boxing" am Mittwoch auf Instagram mitteilte.
"Sofort wurden Rettungskräfte alarmiert und sie wurde mit einem Hubschrauber in ein örtliches Krankenhaus geflogen", hieß es in dem Statement weiter. "Bei ihr wurde ein Hirnhämatom und ein Hirnödem diagnostiziert."
Im Zuge der Not-OP konnten die Ärzte die Blutung demnach stoppen und die Schwellung unter Kontrolle bringen. Am Dienstag seien ihre Beruhigungsmittel abgesetzt worden, sie werde allerdings weiter behandelt und derzeit für eine Rückführung nach Großbritannien vorbereitet.
Dort werde "ihre Rehabilitation voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen", schrieb das Management. "Ihre Ärzte tun alles, um ihre Genesung zu unterstützen, und wir bleiben hoffnungsvoll, während sie diese unglaublich schwierige Zeit durchsteht."
Chapmans Familie befinde sich aktuell zur Unterstützung bei ihr in Dänemark.
Raven Chapman kämpfte 2024 um den WBC-Weltmeistertitel
Einen genaueren Einblick in ihren gesundheitlichen Zustand könne das Team im Moment nicht geben. "Sollten sich wichtige Entwicklungen ergeben, werden wir zu gegebenem Zeitpunkt darüber informieren."
Chapman ist seit 2021 Profiboxerin im Federgewicht und gewann bereits ein Jahr später den damals vakanten WBC-International-Titel im Kampf gegen Ex-Weltmeisterin Jorgelina Guanini (34).
2024 bestritt sie gegen die Australierin Skye Nicolson (30) den allerersten Frauenkampf in Saudi-Arabien um den WBC-Weltmeistertitel, verlor aber einstimmig nach Punkten.
Im März 2025 duellierte sie sich dann mit Karriss Artingstall (31) in der Royal Albert Hall in London um den erstmals vergebenen britischen Titel im Federgewicht der Frauen, allerdings musste sie sich ebenfalls per Punktentscheid geschlagen geben.
Während ihrer Karriere wurde sie auch von Promoter-Legende Frank Warren (74) vertreten, der ihr auf X beste Genesungswünsche schickte: "Raven ist heute Morgen in meinen Gedanken, ich hoffe wirklich, dass sie es schafft und sicher nach Hause kommt", schrieb der 74-Jährige.