Ex-Boxer (†33) stirbt elf Jahre nach fatalem Kampf: "Jetzt in einer besseren Welt"

USA - Im Oktober 2015 galt Prichard Colón als aufstrebendes Box-Talent, doch dann änderte ein fataler Kampf sein Leben für immer. Jetzt, knapp elf Jahre später, ist der Puerto-Ricaner im Alter von nur 33 Jahren gestorben.

Der frühere Boxer Prichard Colón ist im Alter von nur 33 Jahren gestorben. (Archivfoto)  © Patrick Smith / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Das gab sein Vater, Richard Colón, am Donnerstag auf Facebook bekannt.

"Es tut mir leid, euch mitteilen zu müssen, dass mein Sohn diese Welt verlassen hat. Er ist jetzt in einer besseren Welt", schrieb der trauernde Papa. "Danke für all die Jahre der Liebe und Gebete. Bitte schließt uns, soweit es euch möglich ist, weiterhin in eure Gebete ein."

Zudem erklärte Richard, dass er seinem Sohn gern noch einen Urlaub in seiner Heimat Puerto Rico ermöglicht hätte, das aber leider nicht mehr möglich gewesen sei.

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Gustavo Olivieri (43), der Präsident des Weltverbandes WBO, bekundete auf X anschließend sein Beileid: "Es erfüllt uns mit tiefer Trauer, die Nachricht vom Tod von Prichard Colón zu erhalten. (...) Prichards Leben war geprägt von Mut, Ausdauer und einem außergewöhnlichen Kampfgeist."

"Heute trauert die WBO gemeinsam mit seiner Familie und all jenen, die das Privileg hatten, ihn zu kennen, zu unterstützen und zu lieben", fügte der WBO-Boss an. Auch WBC-Präsident Mauricio Sulaiman (56) trauerte im Netz um den Ex-Kämpfer.

Am 17. Oktober 2015 kassierte Colón im Halbmittelgewichtskampf gegen Terrel Williams (42) mehrere illegale Schläge auf den Hinterkopf. Sein Team brach das Duell in der neunten Runde schließlich für ihn ab, nachdem der Kämpfer über ein Schwindelgefühl geklagt hatte. In der Umkleidekabine übergab er sich und kollabierte dann, wie die "Washington Post" berichtete.

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Prichard Colón war nach dem Kampf auf intensive Pflege angewiesen

Prichard Colón (r.) galt bis zu seinem Kampf 2017 gegen Terrel Williams als talentierter Boxer. (Archivfoto)  © Patrick Smith / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Anschließend wurde beim damals 23-Jährigen ein subdurales Hämatom, also eine Hirnblutung, festgestellt. Die Ärzte mussten eine Not-OP durchführen, woraufhin Colón für 221 Tage im Koma lag.

Der junge Boxer überlebte, aber wie sich nach seinem Aufwachen zeigen sollte, hinterließ die Verletzung schwere Gehirnschäden. Fortan war der einstige Athlet auf intensive Pflege angewiesen.

Dank einer langen Therapie konnte Colón, unterstützt von Computertechnik, später wieder kommunizieren und seine motorischen Fähigkeiten teilweise zurückgewinnen. Vollständig erholte er sich aber nie, seine Eltern mussten sich täglich um ihn kümmern.

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Seine Familie reichte 2017 eine Klage über 50 Millionen Dollar (rund 42 Millionen Euro) gegen den zuständigen Ringarzt und die Organisatoren ein, allerdings kam es bis heute weder zu einem Urteil noch zu einer außergerichtlichen Einigung. Seine Mutter erklärte gegenüber "Newsweek", dass sie auch nicht mehr damit rechne.

Die genaue Todesursache des viel zu früh aus dem Leben gerissenen Sportlers gaben seine Angehörigen nicht bekannt.

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