"Schau mich doch an": Darts-Star nicht hübsch genug für Premier League?
London - Es ist eines der großen Märchen der Darts-WM: Ryan Searle (38), der schon seit seiner Kindheit an einer Augenkrankheit leidet und die Scheibe manchmal gar nicht richtig sieht, hat es bis ins Halbfinale geschafft. Beim Blick in den Spiegel würde sich "Heavy Metal" aber offenbar noch etwas weniger Sehkraft wünschen.
Das lässt zumindest seine kuriose Antwort auf eine Nachfrage bezüglich der kommenden Premier-League-Saison auf der Pressekonferenz nach dem 5:2-Sieg gegen Jonny Clayton (51) vermuten.
Mit dem Einzug ins Halbfinale könnte bei der neuen Nummer acht der Welt nämlich auch rasch das Telefon wegen einer Einladung in die Darts-Eliteklasse klingen.
"Ich habe immer gesagt, dass ich gern einmal die Premier League spielen würde, einfach, um es gemacht zu haben", verriet Searle zunächst. "Ich habe einen ähnlichen Weg wie Chris Dobey letztes Jahr hinter mir, als es bei ihm in den Major-Turnieren nie für den großen Sprung gereicht hat, er aber dann ins Halbfinale kam und eine Einladung erhielt."
"Ich bin mir nur nicht sicher, ob mein Gesicht dazu passt", fügte der 38-Jährige mit einem verschmitzten Blick in die Runde an.
Ein weiterer Reporter wollte anschließend genau wissen, was der Brite mit dem Spruch meinte. "Schau mich doch an", erwiderte Searle lachend.
Ryan Searle trifft im Halbfinale auf Luke Littler
Ganz ernst dürfte der Pfeilwerfer mit der langen Mähne seine Zweifel nicht gemeint haben, denn als Schönheitswettbewerb ist der Dartssport wahrlich nicht bekannt. Eine Einladung würde Searle deshalb auch nicht ausschlagen.
"Wenn sie mich fragen, dann sage ich ja, wenn nicht, dann nicht", so der WM-Halbfinalist.
Mit seinem Erfolg ist der Engländer jetzt erstmals in der absoluten Weltspitze angekommen - und kann am Freitagabend gegen den amtierenden Champion Luke Littler (18) noch einen draufsetzen.
Dennoch bleibt er entspannt: "Etwas essen, die letzte Folge von Stranger Things schauen und vielleicht noch ein paar Darts werfen. Nicht zu viel nachdenken", enthüllte Searle seinen Vorbereitungsplan.
Titelfoto: John Walton/PA Wire/dpa

