Drogen-Eklat bei Darts-WM: Jetzt kommen neue Details ans Licht

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Bristol (England) - Bei der Darts-WM wurde der Engländer Dom Taylor (28) nach seinem Erstrunden-Sieg gegen Oskar Lukasiak (34) suspendiert, weil er positiv auf Kokain und Cannabis getestet worden war – es war bereits sein zweiter Verstoß innerhalb kurzer Zeit. Jetzt plaudert sein Manager aus dem Nähkästchen, wie Taylor mit der Situation umgegangen ist.

Dom Taylor (28) wurde bei der Darts-WM positiv auf verbotene Substanzen getestet und daraufhin für ein halbes Jahr gesperrt.
Dom Taylor (28) wurde bei der Darts-WM positiv auf verbotene Substanzen getestet und daraufhin für ein halbes Jahr gesperrt.  © IMAGO / Pro Sports Images

"Es war niederschmetternd für mich, es war schwierig, das zu verkraften. Ich will ehrlich sein: Es fiel mir schwer, mit Dom zu reden, und es dauerte etwa drei oder vier Wochen, bis wir nach der WM wieder miteinander sprachen. Ich war so enttäuscht von ihm", erzählte Taylors Manager, Mac Elkin, im Podcast Weekly Dartscast.

Dabei ging es ihm vor allem darum, dass es sich bereits um den zweiten Vorfall gehandelt hatte, denn schon im November 2024 war der 28-Jährige aufgrund eines Doping-Verstoßes gesperrt worden.

"Wir dachten, er habe alles unter Kontrolle, aber so war es offensichtlich nicht. Wir hatten keine Ahnung, dass er wieder Drogen nahm", beteuerte Elkin.

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Außerdem habe ihn die Sperre seines Schützlings auch persönlich getroffen: "Ich weiß nicht, warum man nicht nur sich selbst, sondern auch mein Geld aufs Spiel setzen sollte. Es hat mich viel Geld gekostet." Schließlich hatte der Manager bereits für zahlreiche zukünftige Turniere Flüge und Unterkünfte gebucht und aus eigener Tasche bezahlt.

Darts: Manager will Dom Taylor nicht fallen lassen

Dom Taylor will bald wieder an Turnieren teilnehmen und seine Darts-Karriere fortsetzen.
Dom Taylor will bald wieder an Turnieren teilnehmen und seine Darts-Karriere fortsetzen.  © John Walton/PA Wire/dpa

Trotzdem wollte er Taylor nicht fallen lassen, nahm wieder Kontakt zu seinem Landsmann auf und kann sich sogar vorstellen, ihn nach Ablauf der sechsmonatigen Doping-Sperre weiter als Manager zu betreuen.

"Letztendlich bin ich enttäuscht, aber ich werde nicht darüber urteilen – du hast ein Problem und wir müssen es lösen", erklärte Elkin.

Als sie schließlich wieder miteinander redeten, "war Dom in Tränen aufgelöst. Er konnte sich gar nicht genug entschuldigen", berichtete der Engländer.

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Der Darts-Profi habe ihm versichert, dass er nur in seiner Freizeit konsumiert habe, nie während des Darts, "und ich glaube ihm, wenn er mir das sagt".

Heute sei Taylor seit mehr als 100 Tagen clean, habe einen Monat in einer Entzugsklinik verbracht und sich einen Sponsor gesucht, mit dem er sprechen könne, wenn er Probleme habe.

"Er trinkt nicht, er wirft immer noch Darts, trainiert und freut sich auf Juli, wenn er wieder an Wettkämpfen teilnehmen kann", malte Elkin ein positives Bild von der Zukunft des 28-Jährigen in seinem Sport: Erste konkrete Turniere seien bereits in Planung.

Titelfoto: IMAGO / Pro Sports Images

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