Früherer Darts-Weltmeister an Blutkrebs erkrankt

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Wales - Bei den großen Darts-Turnieren zählte Mark Webster (42) jahrelang zu den Stammgästen, anschließend schlossen ihn viele Fans als TV-Experten bei Sky Sports ins Herz. Doch vor einigen Monaten zog sich der Waliser aus der Kommentatoren-Box zurück. Jetzt offenbarte der BDO-Weltmeister von 2008, dass er an einer seltenen Form von Blutkrebs erkrankt sei.

Mark Webster (42, r.) und Wayne Mardle (52) im April 2025 bei der Darts Premier League in Berlin.
Mark Webster (42, r.) und Wayne Mardle (52) im April 2025 bei der Darts Premier League in Berlin.  © Andreas Gora/dpa

Bei dem 42-Jährigen sei Anfang Januar Haarzellleukämie diagnostiziert worden, weshalb er sich einer Chemotherapie unterziehen müsse, wie er im Interview mit "Darts World" erklärte.

Trotz des erst einmal niederschmetternden Befundes blickte Webster hoffnungsvoll in die Zukunft: "Es klingt schlimm, wenn man 'Leukämie' sagt, aber die Prognose ist gut. 95 Prozent der Fälle werden erfolgreich behandelt."

Er rechne damit, dass der Krebs irgendwann in Remission gehe, allerdings verlaufe sein Heilungsprozess aktuell noch nicht so schnell, wie er sich das gewünscht habe. Eigentlich würde der Ex-Profi gern schon wieder arbeiten.

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"Meine Leukozytenwerte erholen sich immer noch nicht. Deshalb ist mein Immunsystem im Moment nicht besonders stark", so Webster weiter. "Aber hey, es ist nicht das schlimmste Szenario, es ist nur gerade ein bisschen frustrierend für mich, aber ja, ich komme ganz gut zurecht. Ich komme damit ganz gut klar."

Ex-Darts-Star Mark Webster klagte über anhaltende Müdigkeit

Mark Webster (heute 42) schaffte es während seiner aktiven Karriere bis in die Top zehn der PDC-Weltrangliste. (Archivfoto)
Mark Webster (heute 42) schaffte es während seiner aktiven Karriere bis in die Top zehn der PDC-Weltrangliste. (Archivfoto)  © MAX NASH / AFP

Im Februar hatte der PDC-WM-Halbfinalist von 2010 das Mikrofon vorübergehend niedergelegt. Aus "gesundheitlichen Gründen", wie sein Management damals bekannt gab.

"Ich habe dazu nie wirklich etwas ergänzt, weil ich davon ausging, viel früher zurück zu sein", fügte Webster nun an und ließ durchblicken, dass der Stressfaktor bei den TV-Übertragungen wohl noch zu groß sei: "Eigentlich fühle ich mich gut und würde gern wieder arbeiten, aber den Ärzten gefällt die Umgebung, in der ich arbeite, nicht."

Aufgefallen sei die Erkrankung, da er zu Beginn über anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung geklagt habe. "Ich weiß, dass es in unserem Job immer wieder ruhige Phasen gibt, die zu einem kleinen Mittagsschläfchen einladen, aber ich habe das wirklich gebraucht", erklärte der Linkshänder.

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Zunächst habe sich der Waliser aufgrund der steten Erschöpfung noch schlecht gefühlt und gedacht, dass er seine "Zeit verschwenden" würde.

"Aber wenn man sich nicht wohlfühlt, sollte man sich natürlich untersuchen lassen. Wahrscheinlich ist es nichts Ernstes. Aber bei mir war es einfach diese ständige Müdigkeit, die mir schließlich zu schaffen machte", appellierte der ehemalige Darts-Profi.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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