WM-Skandal mit Folgen: Darts-Star muss Preisgeld zurückgeben!

London - Bei der Darts-WM feierte Dom Taylor (27) den bislang wohl größten Erfolg seiner Karriere, als er sich in der ersten Runde gegen Oskar Lukasiak (34) durchsetzte. Kurz darauf folgte jedoch der tiefe Fall: Ein Dopingtest wies illegale Substanzen bei ihm nach, er wurde vom wichtigsten Turnier des Jahres disqualifiziert. Jetzt steht seine Strafe fest.

Dom Taylor (27) konnte sich über seinen Erfolg bei der Weltmeisterschaft nur ganz kurz freuen. Anschließend wurde er disqualifiziert und suspendiert.
Dom Taylor (27) konnte sich über seinen Erfolg bei der Weltmeisterschaft nur ganz kurz freuen. Anschließend wurde er disqualifiziert und suspendiert.  © IMAGO / Pro Sports Images

Der 27-Jährige wird für sechs Monate von allen Wettbewerben ausgeschlossen und muss sein WM-Preisgeld in Höhe von 25.000 Pfund (rund 28.900 Euro) zurückgeben, wie die Darts Regulation Authority (DRA) mitteilte. Die Sperre gilt dabei rückwirkend ab dem Tag seiner vorläufigen Suspendierung am 19. Dezember 2025.

Zudem muss der Brite die Kosten des Verfahrens tragen. Im Zuge der Sanktionen verliert er seine Tour Card und seinen Status als Profi.

Laut dem Statement der DRA konnten in seiner Probe "sowohl Kokain als auch Cannabis" nachgewiesen werden. Die Einnahme sei aber bereits vor dem Start der Weltmeisterschaft am 11. Dezember geschehen.

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"The Tower" hatte sich in der ersten WM-Runde deutlich mit 3:0 gegen den Schweden Lukasiak durchgesetzt und wäre in Runde zwei auf Jonny Clayton (51) getroffen. Die positive Probe machte dem jedoch einen Strich durch die Rechnung, der Waliser erhielt ein Freilos in die dritte Runde.

Dom Taylor hat sich für seinen zweiten Anti-Doping-Verstoß entschuldigt

In den kommenden Monaten darf Dom Taylor nicht an die Scheibe treten.
In den kommenden Monaten darf Dom Taylor nicht an die Scheibe treten.  © John Walton/PA Wire/dpa

Es handelte sich außerdem nicht um das erste Vergehen des Engländers. Schon rund ein Jahr zuvor war Taylor positiv getestet und für lediglich einen Monat gesperrt worden, da er nachweisen konnte, dass die verbotene Substanz keine leistungssteigernde Wirkung hatte.

"Die dem Ausschuss zur Verfügung stehende Sanktion ist in den UKAD Anti-Doping Rules 2021 festgelegt. Wird bei einem Spieler ein zweiter Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln festgestellt und erfolgte die Einnahme außerhalb des Wettkampfs, ist die für seinen Fall vorgesehene Sanktion (...) eine sechsmonatige Sperre", begründete die DRA ihre Entscheidung.

Bereits im Dezember hatte sich der Pfeilwerfer auf Facebook ausführlich für sein wiederholtes Fehlverhalten und seine "offensichtlichen Lügen" entschuldigt.

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Er habe mit privaten Schicksalsschlägen zu kämpfen gehabt, die seiner psychischen Gesundheit übel mitgespielt hätten.

Taylor räumte die ihm vorgeworfenen Verstöße auch bei einer Anhörung am 7. Januar 2026 vor dem Disziplinarausschuss der DRA ein.

Titelfoto: IMAGO / Pro Sports Images

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