Bitter! DSC-Kapitänin Janiska scheidet mit Deutschland bei der Volleyball-WM aus

Lodz/Dresden - Das ist ganz bitter! Die deutschen Volleyball-Damen haben bei der WM das Weiterkommen vorzeitig verspielt. Das Team von Bundestrainer Vital Heynen unterlag in der vorletzten Zwischenrundenpartie der Dominikanischen Republik mit 1:3 (25:19, 18:25, 22:25, 18:25). Damit ist das Team raus und die Partie am Samstagabend gegen Gastgeber Polen bedeutungslos.

Betretene Mienen bei den deutschen Volleyball-Frauen: Sie sind am Freitagabend ausgeschieden.
Betretene Mienen bei den deutschen Volleyball-Frauen: Sie sind am Freitagabend ausgeschieden.  © IMAGO / Newspix

Für den DVV ist das eine herbe Enttäuschung, denn bei dieser WM wäre vom Leistungspotenzial der Mannschaft definitiv mehr drin gewesen. Der als großer Joker angekündigte variable Systemwechsel, bestehend aus dem Spiel mit drei Außenangreiferinnen und dem klassischen mit einer Diagonalen, entpuppte sich eher als zunehmende Verunsicherung.

Dabei ging es in der Partie gegen die Dominikanische Republik gut los. Die deutschen Frauen um Kapitänin Jennifer Janiska präsentierten sich in allen Elementen sehr konzentriert und stabil. Die Annahme stand, Zuspielerin Pia Kästner setzte ihre Mitspielerinnen variabel ein und taktisch agierte die Mannschaft sehr gut.

Über 11:6 und 16:8 setzten sich die DVV-Frauen vom Gegner ab. In der Endphase kassierten sie zwar einige Blocks, doch als es wichtig wurde, war Hanna Orthmann im Angriff zur Stelle, sie war mit sieben Punkten erfolgreichste Scorerin in diesem Satz.

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Janiska knüpfte mit einem Ass gleich an den super Durchgang an, doch leider ging es so nicht weiter. Deutschland ließ in jedem Element ein klein wenig nach, vor allem aber in der Annahme. Das machte es für Kästner schwer, die Bälle noch gut und variabel zu verteilen. Die Dominikanische Republik spielte jetzt ihre Stärken über die dominanten Angreiferinnen Brayelin Martinez und Gaila Gonzales aus.

Volleyball-WM: Im dritten Satz kämpft Deutschland, doch am Ende unterlaufen wieder zu viele Fehler

Jennifer Janiska und ihr Team verspielten das Weiterkommen bei der WM im vorletzten Zwischenrundenspiel gegen die Dominikanische Republik.
Jennifer Janiska und ihr Team verspielten das Weiterkommen bei der WM im vorletzten Zwischenrundenspiel gegen die Dominikanische Republik.  © Volleyballworld

Nach dem 8:9 verloren die Deutschen den Anschluss, ab da liefen sie permanent einem Rückstand hinterher. Auch der Wechsel von Stigrot und Drewniok für Orthmann und Alsmeier brachte keinen entscheidenden Impuls.

Nach dem 18:25 fasste Heynen treffend zusammen: "Wir haben Probleme mit dem Aufschlag, im ersten Satz haben wir Block und Abwehr wesentlich besser gespielt. Klar sind die physisch stark, aber wir müssen wieder besser aufschlagen und annehmen und vor allem unser Sideout halten. Wir hatten kein Sideout mehr, so kann man kein Volleyballspiel gewinnen."

Überraschenderweise ließ der Coach Drewinok auf dem Feld, der gleich zwei unglückliche Aktionen zum 0:2 unterliefen. Während Orthmann rausmusste, kam Alsmeier für Stigrot wieder aufs Feld.

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In einem dramatischen dritten Satz verspielte sich das DVV-Team im Grunde schon das Weiterkommen im Turnier. Nach einem klaren 12:19-Rückstand führten Janiska mit einer tollen Aufschlagserie und guten Abwehraktionen sowie die wieder eingewechselte Orthmann mit guten Angriffen die Mannschaft zum 20:20-Ausgleich. Doch nach dem 22:22 wurde es ganz bitter, denn erst war die Blocksicherung nicht da, dann schlief das Team wieder ein wenig und Orthmann schmetterte den Ball schließlich zum 22:25 und somit dem 1:2-Satzrückstand an die Antenne.

Im vierten Durchgang lag Deutschland schnell wieder zurück, schöpfte aber beim 14:15 noch einmal Hoffnung. Doch dem Team gelang es einfach nicht mehr, das eigene Spiel zu stabilisieren, die Niederlage war am Ende verdient.

Deutschland hätte dringend drei volle Punkte benötigt, um sich noch halbwegs eine Option fürs Viertelfinale offenzuhalten. In der eigenen Hand hatte es das Heynen-Team ohnehin nicht mehr. Doch mit dem vierten Satz besiegelte die Mannschaft das eigene Aus bei der WM.

Titelfoto: Bildmontage: Volleyballworld, IMAGO/Newspix

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