Nach Aufstiegs-Tragödie in Leipzig: Jochen Seitz übernimmt Drittligisten

Wiesbaden - Der SV Wehen Wiesbaden ist auf der Suche nach einem neuen Trainer offenbar fündig geworden. Jochen Seitz (49) soll das Ruder beim Vorletzten der 3. Liga übernehmen und herumreißen.

Mit Lok Leipzig holte Jochen Seitz (49) zweimal die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost, durfte aber dennoch nicht aufsteigen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Wie Bild berichtet, hat sich der 49-Jährige gegen den ehemaligen Magdeburg-Coach Markus Fiedler (40) durchgesetzt. Demnach soll er noch am heutigen Mittwoch einen Vertrag beim SVWW unterschreiben und anschließend vorgestellt werden.

Seitz stand zuletzt zwei Jahre beim 1. FC Lokomotive Leipzig an der Seitenlinie. Der Ex-Profi führte die Blau-Gelben auch zweimal zur Meisterschaft in der Regionalliga Nordost, allerdings blieb seiner Mannschaft der Aufstieg in die Drittklassigkeit trotzdem jeweils verwehrt.

Der Übungsleiter und seine Schützlinge fielen dabei der unsäglichen Aufstiegsregelung zum Opfer, die nun durch eine Reform hin zum Kompass-Modell umgestaltet werden soll.

3. Liga "3. Liga Südwest": Deshalb ist die Regio-Reform so wichtig

Zweimal am Stück scheiterte Seitz mit seiner Truppe nämlich in der Relegation, anschließend erklärte er seinen Rücktritt.

"Nach zwei Meisterschaften ohne Belohnung hatte ich leider keine Energie mehr, den dritten Anlauf zu nehmen", begründete der frühere Außenbahnspieler seine Entscheidung im Juni. Es sei der schwierigste Entschluss seiner Trainerkarriere gewesen.

Jetzt geht der Coach in Heimatnähe eine neue Aufgabe an. Seitz stammt aus dem unterfränkischen Erlenbach am Main, knapp 90 Kilometer von Wiesbaden entfernt.

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Vor Jochen Seitz liegt beim SV Wehen Wiesbaden viel Arbeit

Kann Jochen Seitz das Ruder beim SV Wehen Wiesbaden herumreißen?  © Picture Point / Roger Petzsche

Der Drittligist hatte sich nach einem miserablen Saisonstart mit drei Niederlagen, zwei Unentschieden und somit nur zwei mickrigen Pünktchen nach der Pleite gegen Waldhof Mannheim am fünften Spieltag von Daniel Scherning (42) getrennt.

Die bisherigen Co-Trainer Frank Steinmetz (56) und Giuliano Modica (35) übernahmen interimsmäßig und holten gegen Fortuna Köln (2:0) am sechsten Spieltag immerhin den ersten Saisonsieg, ehe Wiesbaden am vergangenen Sonntag vor heimischer Kulisse gegen den MSV Duisburg (1:4) wieder unter die Räder kam.

Mit nun fünf Zählern geht der SVWW als Vorletzter vor dem TSV Havelse in die lange Länderspielpause, die Seitz gleich als Mini-Vorbereitung nutzen könnte. Am 11. Oktober (19 Uhr) steht dann das nächste Spiel beim FC Ingolstadt auf dem Programm.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 MSV Duisburg 7 19:7 18
2 Viktoria Köln 7 19:9 15
3 Rot-Weiss Essen 7 13:9 14
4 1. FC Saarbrücken 7 19:12 13
5 TSG 1899 Hoffenheim II 7 14:8 13
6 FC Hansa Rostock 7 15:15 12
7 Alemannia Aachen 7 11:8 11
8 SC Preußen Münster 7 12:13 11
9 SV Waldhof Mannheim 7 11:10 10
10 Fortuna Düsseldorf 7 6:7 10
11 SC Verl 7 10:13 10
12 SG Sonnenhof Großaspach 7 6:9 8
13 FC Ingolstadt 04 7 7:11 8
14 VfB Stuttgart II 7 12:15 7
15 FC Würzburger Kickers 7 11:15 7
16 SC Fortuna Köln 6 5:7 6
17 SV Meppen 7 8:15 6
18 SSV Jahn Regensburg 7 13:17 5
19 SV Wehen Wiesbaden 7 5:13 5
20 TSV Havelse 6 9:12 4

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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