RB Leipzig frustriert über vermeintliches Abseitstor! Nur ein Punkt in Mainz

Mainz - Nix wars mit dem dritten Sieg in Folge für RB Leipzig! Die Sachsen konnten am Samstagnachmittag beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 nach einem Rückstand nur noch einen Punkt ergattern. Die Partie endete mit 1:1 (1:0).

In der Anfangsphase schenkten sich beide Mannschaften nichts. Besonders die Abwehrreihen standen sattelfest, sodass kaum Torchancen entstanden.
In der Anfangsphase schenkten sich beide Mannschaften nichts. Besonders die Abwehrreihen standen sattelfest, sodass kaum Torchancen entstanden.  © Picture Point / Roger Petzsche

Das erste Tor in der MEWA Arena erzielte Marcus Ingvartsen in der 45. Minute für die Gastgeber. Christopher Nkunku glich in der 80. Minute für die Gäste aus.

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg tauschte Mainz-Coach Bo Svensson auf vier Positionen. Alexander Hack, Edimilson Fernandes, Jae-sung Lee und Ingvartsen spielten für Stefan Bell, Danny da Costa, Leandro Barreiro und Jonathan Burkardt.

Bei Leipzig wechselte Trainer Marco Rose nach dem 3:1 in der Champions League gegen Celtic Glasgow fünf Mal. Mohamed Simakan, Josko Gvardiol und David Raum wurden in der Abwehr von Benjamin Henrichs, Abdou Diallo und Marcel Halstenberg ersetzt. Davor kamen Amadou Haidara und Emil Forsberg für Kevin Kampl und Andre Silva zum Einsatz.

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Die Unstimmigkeiten zwischen Timo Werner und Rose wurden in den letzten Tagen geklärt. Nicht verwunderlich also, dass der Nationalspieler wieder direkt von Beginn an ran durfte.

In der Anfangsphase konnte der RB-Sturm rund um den 26-Jährigen jedoch noch keine Akzente setzen. Die Gastgeber standen sehr tief und versuchten selbst immer wieder offensiv gefährlich zu werden. Auf wirkliche Torchancen mussten die Zuschauer im Stadion aber zunächst vergeblich warten.

Startaufstellung des 1. FSV Mainz 05 in der Bundesliga gegen RB Leipzig

Anfangsformation von RB Leipzig in der Bundesliga beim 1. FSV Mainz 05

Mainz schockt RB Leipzig kurz vor der Pause

Gerade in der Mitte der ersten Halbzeit waren die Mainzer die bessere Mannschaft. Die wenigen Torraumszenen konnte RB-Keeper Janis Blaswich aber entschärfen.
Gerade in der Mitte der ersten Halbzeit waren die Mainzer die bessere Mannschaft. Die wenigen Torraumszenen konnte RB-Keeper Janis Blaswich aber entschärfen.  © Torsten Silz/dpa

Die recht neu formierte Aufstellung des DFB-Pokalsiegers hatte auch nach einer Viertelstunde noch Probleme ins Spiel zu finden. Das lag jedoch auch am Gegner, der geschickt seine Reihen verschob und wenig Räume ließ.

In der 18. Minute hätte es trotzdem fast geklingelt! Ein Freistoß von Dominik Szoboszlai landete bei Nkunku, der die Kugel sanft ins Zentrum hob, wo Haidara stand und das Leder per Kopf aber nur an den linken Pfosten setzte. Der Nachschuss von Forsberg ging knapp rechts über den Kasten.

Vier Minuten später wurde es auf der Gegenseite brenzlig: Karim Onisiwo ließ rechts gleich drei Verteidiger links liegen und zog flach von der Strafraumkante ab. Janis Blaswich klärte mit einem starken Reflex zur Ecke.

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Der FSV war in der Folge die bessere Mannschaft und zeigte den stärkeren Willen, den ersten Treffer des Tages zu markieren. Die Gäste hingegen versuchten - immer wieder erfolglos - den Ball durch die Mitte zu zwingen.

Erst gegen Ende der ersten Hälfte taten die Roten Bullen wieder etwas mehr fürs Spiel. Trotzdem sah alles nach einem Remis zur Halbzeit aus. Doch dann kam Ingvartsen!

Der Mainzer wurde in der letzten Minute der ersten Hälfte perfekt von Anton Stach auf rechts bedient. Im Strafraum blieb der Stürmer schließlich eiskalt und schob gekonnt flach ins linke untere Toreck ein. Blaswich chancenlos, 1:0 (45.).

Jubel kurz vor dem Pausenpfiff: Marcus Ingvartsen brachte die Hausherren in der 45. Minute in Führung.
Jubel kurz vor dem Pausenpfiff: Marcus Ingvartsen brachte die Hausherren in der 45. Minute in Führung.  © Torsten Silz/dpa

Abseits oder nicht von RB Leipzigs Abdou Diallo?

Nationalspieler angeschlagen: Timo Werner hatte nicht seinen besten Tag, musste aber zwischenzeitlich auch eine Schmerztablette nehmen, um weiterzumachen.
Nationalspieler angeschlagen: Timo Werner hatte nicht seinen besten Tag, musste aber zwischenzeitlich auch eine Schmerztablette nehmen, um weiterzumachen.  © Torsten Silz/dpa

Riesenaufreger direkt zu Beginn der zweiten Hälfte: Nach einem Halstenberg-Freistoß aus 30 Metern stand Diallo am linken Pfosten goldrichtig und netzte ein. Das Schiedsrichtergespann entschied jedoch auf Abseits, obwohl der Franzose selbst wohl nicht vor der verbotenen Linie stand sondern nur zwei seiner Mitspieler, die nicht wirklich im Sichtfeld des Schlussmanns standen. Eine sehr fragwürdige Entscheidung (54.).

Doch die Sachsen blieben danach dran. Nkunku (61.) und Werner (62.) scheiterten beide aus elf Metern an Robin Zentner, der zwei Mal bärenstark die Null hielt.

Spätestens jetzt war es ein deutlich besseres Spiel als in der ersten Halbzeit. Beide Mannschaften taten nun offensiv mehr. Doch Mainz hatte mit der Führung im Rücken deutlich weniger Druck.

Ab der 70. Minute spielten nur noch die Roten Bullen. Wie beim Handball wurde der Mainzer Strafraum flankiert.

Nach 80 Zeigerumdrehungen war es dann soweit: Nach einer Flanke von Halstenberg von der linken Seite bemerkten die Mainzer nicht, dass sie Nkunku relativ allein gelassen hatten. Leipzigs Torgarantie nickte links am Keeper vorbei zum inzwischen hochverdienten Ausgleich ein.

In den Schlussminuten wirkten die Gastgeber platt. Die Frage war nur noch: Schafften es die Rasenballer tatsächlich noch die Partie zu drehen? Nach 90 plus vier nachgespielten Minuten war die Antwort klar: nein! Trotz einer brutalen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte mussten sich die Leipziger am Ende in Mainz mit einem Punkt zufrieden geben.

Da brachten auch alle Diskussionen nichts: In der 54. Minute erzielte RB Leipzig ein vermeintliches Abseitstor. Eine fragwürdige Entscheidung.
Da brachten auch alle Diskussionen nichts: In der 54. Minute erzielte RB Leipzig ein vermeintliches Abseitstor. Eine fragwürdige Entscheidung.  © Torsten Silz/dpa

Der FSV ist am kommenden Samstag beim SV Werder Bremen zu Gast. Die Sachsen reisen bereits am Dienstag zum Champions-League-Auswärtsspiel zu Celtic Glasgow.

Titelfoto: Torsten Silz/dpa

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