RB-Boss läuft Halbmarathon neben Spielfeld - Eta geht schon wieder leer aus

Leipzig - Einen großen Schritt Richtung Champions League ist RB Leipzig am Freitagabend gegangen. Gegen Union Berlin, das nach einer halben Stunde einen Bundesliga-unerfahrenen Torhüter einwechseln musste, gewannen die Sachsen verdient 3:1 (2:0). Kurios wurde es auf und neben dem Spielfeld.

Bitteres Ding: Union-Stammtorhüter Frederik Rönnow (2.v.r.) muss verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kommt Carl Klaus (r.).  © Jan Woitas/dpa

Dort joggten Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff und Marketing-Chef Benjamin Ippoliti 90 Minuten auf einem Laufband, sammelten Spendengelder für den "Wings for Life World Run", der global am 10. Mai stattfindet. Mintzlaff kam auf etwas mehr als eine Halbmarathon-Länge von 21,41km.

Und das Duo hatte dabei beste Unterhaltung: Denn per Doppelschlag ging der Gastgeber in der Red Bull Arena in Führung. Max Finkgräfe, der erneut den noch angeschlagenen David Raum vertrat, traf per Dropkick-Direktabnahme in die Maschen. Leopold Querfeld hatte den Ball zuvor aus dem Sechzehner befördert, der Linksverteidiger dann satt abgeschlossen.

Für den Ex-Kölner war es das erste Tor seit Februar 2024 und erst das zweite überhaupt in der Bundesliga.

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Nur drei Minuten später stand es schon 2:0. Wieder war Querfeld involviert, dessen Kopfball auf Rönnow zu wenig Bumms hatte. Romulo konnte das Leder erlaufen und über den Keeper lupfen (25.).

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Raum-Ersatz Max Finkgräfe traf erstmals für RB.  © Jan Woitas/dpa

Union-Torhüter Frederik Rönnow ausgewechselt, Carl Klaus mit ungeplantem Bundesliga-Debüt

Carl Klaus (l.) konnte den Schuss von Ridle Baku (r.) nicht parieren.  © Picture Point/Roger Petzsche

Für die Jungs von Trainerin Marie-Louise Eta kam es aber noch bitterer: Nach einem Abstoß zeigte Rönnow an, ausgewechselt werden zu müssen (31.). Da auch Matheo Raab mit Handbruch fehlte, musste Carl Klaus zwischen die Pfosten, der seinen letzten Einsatz vor zwei Jahren hatte - noch im Trikot des 1. FC Nürnberg.

Und der 32-Jährige konnte sich direkt auszeichnen, hielt einen recht unplatzierten, jedoch harten Kopfball von Christoph Baumgartner (34.).

Maarten Vandevoordt, der erneut Péter Gulácsi ersetzte, konnte ebenso mehrfach einen Gegentreffer vereiteln - jeweils gegen den Ex-Leipziger Oliver Burke. Bei seinem abgewehrten Schuss in der 18. Minute stand der Schotte im Abseits, vor dem Seitenwechsel klaute er dem ausgerutschten El-Chadaille Bitshiabu den Ball, legte ihn sich beim Sprint auf Vandevoordt aber zu weit vor (45.+2).

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In ihrem zweiten zu verantwortenden Spiel wurde es für Eta, erste Bundesliga-Trainerin der Geschichte, nicht besser. Zum 3:0 netzte mit Ridle Baku ein weiterer Verteidiger ein, der nach perfekter Diomande-Vorlage auf engstem Raum zum Abschluss gelassen wurde (63.).

Danilho Doekhi sorgte nur noch für Ergebniskosmetik mit seinem Kopfballtreffer, der für den geschlagenen Vandevoordt zu viel Speed hatte - der 1:3-Schlusspunkt in der 78. Minute und Leipzigs fünfter Sieg hintereinander.

Marie-Louise Eta kassierte im zweiten Spiel die zweite Niederlage mit Union Berlin.  © Jan Woitas/dpa
Mit Blick aufs Spielfeld sammelten Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (r.) und Benjamin Ippoliti, Global Head of Marketing & Communications, Kilometer für den "Wings for Life World Run".  © Picture Point/Roger Petzsche

Statistik zum Bundesliga-Spiel RB Leipzig gegen 1. FC Union Berlin

31. Spieltag der 1. Bundesliga

RB Leipzig - 1. FC Union Berlin 3:1 (2:0)

RB Leipzig: Vandevoordt - R. Baku, Orban, Bitshiabu, Finkgräfe - X. Schlager - Baumgartner, Ouédraogo (68. Gruda) - Diomande (79. Bakayoko), Romulo (68. Harder), Nusa (90. Gomis)

Union Berlin: Rönnow (31. Klaus) - Diogo Leite, Querfeld, Doekhi - Rothe, Schäfer (83. Burcu), R. Khedira, Trimmel (59. Juranovic) - Haberer (59. Kemlein), Burke - Ilic (59. Ansah)

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 47.800 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Finkgräfe (22.), 2:0 Romulo (25.), 3:0 R. Baku (63.), 3:1 Doekhi (78.)

Gelbe Karten: Baumgartner (7) / Leite (3)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 30 109:29 79
2 Borussia Dortmund 30 61:31 64
3 RB Leipzig 31 62:38 62
4 VfB Stuttgart 30 62:42 56
5 TSG 1899 Hoffenheim 30 59:44 54
6 Bayer 04 Leverkusen 30 60:41 52
7 SC Freiburg 30 44:48 43
8 Eintracht Frankfurt 30 55:57 42
9 FC Augsburg 30 38:54 36
10 1. FSV Mainz 05 30 36:45 34
11 1. FC Union Berlin 31 35:55 32
12 1. FC Köln 30 44:51 31
13 Borussia Mönchengladbach 30 36:50 31
14 Hamburger SV 30 33:48 31
15 SV Werder Bremen 30 35:53 31
16 FC St. Pauli 30 26:51 26
17 VfL Wolfsburg 30 41:66 24
18 1. FC Heidenheim 30 33:66 19

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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