Nach Abgang von Aufstiegshelden Matheo Raab: Holt Lautern Eigengewächs aus der Bundesliga zurück?

Kaiserslautern - Der Aufstiegsheld ist nicht mehr da! Matheo Raab (23) hat sich dem Hamburger SV angeschlossen, weshalb der 1. FC Kaiserslautern nach einem Ersatz sucht - und offenbar ein Eigengewächs zurückholen will!

Tobias Sippel (34) soll vor einer Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern stehen.
Tobias Sippel (34) soll vor einer Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern stehen.  © Ina Fassbender/AFP/POOL

Die "Bild" bringt Tobias Sippel (34) von Borussia Mönchengladbach ins Spiel. Der frühere deutsche U21-Nationaltorwart steht seit Sommer 2015 bei den Fohlen unter Vertrag, kam in all diesen Jahren jedoch nur zu 18 Einsätzen, weil Yann Sommer (33) die klare Nummer eins war und ist.

Dabei hat Sippel seine Klasse immer wieder unter Beweis gestellt und war, sofern er mal zwischen den Pfosten stehen durfte, ein zuverlässiger Vertreter des Schweizer Nationalkeepers.

Daher verwunderte es schon, dass sich Sippel so lange mit einem Bankplatz zufriedengab. Das könnte sich nun ändern. Schließlich ist er in Bad Dürkheim in der Pfalz geboren und wechselte als Zehnjähriger im Sommer 1998 zu den Roten Teufeln.

Nach nur acht Spielen gefeuert! ER wird Grammozis' Nachfolger beim FCK
2. Bundesliga Nach nur acht Spielen gefeuert! ER wird Grammozis' Nachfolger beim FCK

Auf dem Betzenberg durchlief er fortan alle Nachwuchsmannschaften und schaffte 2006 den Sprung zu den Profis, für die er am 19. Oktober 2007 unter Coach Kjetil Rekdal (53) im Alter von 19 Jahren, sechs Monaten und 27 Tagen debütierte.

Zwar musste er mit dem FCK eine 0:1-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim einstecken, doch Sippel stand fortan für die Profis insgesamt 221-mal im Kasten, obwohl seine Konkurrenten mitunter Kevin Trapp (31) und Florian Fromlowitz (35) hießen, was für die Qualitäten von "Des Sippelsche" spricht.

Avdo Spahic (25) wird in der Aufzählung gerne vergessen, obwohl er beim 1. FC Kaiserslautern bereits nachgewiesen hat, über welch exzellente Fähigkeiten er verfügt.
Avdo Spahic (25) wird in der Aufzählung gerne vergessen, obwohl er beim 1. FC Kaiserslautern bereits nachgewiesen hat, über welch exzellente Fähigkeiten er verfügt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Tobias Sippel müsste in Kaiserslautern mit Avdo Spahic um den Platz zwischen den Pfosten kämpfen

Matheo Raab (23) war in der vergangenen Saison der beste Keeper der 3. Liga und wechselt nun zum Hamburger SV.
Matheo Raab (23) war in der vergangenen Saison der beste Keeper der 3. Liga und wechselt nun zum Hamburger SV.  © Picture Point/Gabor Krieg

Er verließ seinen Herzensklub im Sommer 2015 auch nur, weil es Unstimmigkeiten mit dem damaligen FCK-Boss Stefan Kuntz (59) gegeben hatte. Seitdem gab es immer wieder Gerüchte um eine Rückkehr, zu der es nun kommen könnte. Doch Sippels Vertrag in Mönchengladbach ist erstklassig dotiert, läuft andererseits aber nur noch bis zum 30. Juni 2023.

Möglicherweise kann Lautern ihn mit einem guten Paket überzeugen - zwei Jahre als Profi, anschließend Torwart-Koordinator und damit Nachfolger von seinem Lehrmeister Gerry Ehrmann (63).

Zudem sei bei Sippel der Wille da, wieder in der Heimat zu leben und als Spieler aktiv zu sein, renoviert er doch aktuell mit Ehefrau Sandra in Bad Dürkheim in der Nähe seines Elternhauses ein historisches Anwesen.

Innenministerin wünscht sich Derbys ohne Gästefans
2. Bundesliga Innenministerin wünscht sich Derbys ohne Gästefans

Daher würde der Wechsel für alle Seiten Sinn ergeben, obwohl keinesfalls sicher ist, dass sich Sippel locker als Nummer eins durchsetzt. Denn Avdo Spahic (25) ist ja auch noch da. Der hatte erst mit Lennart Grill (23) und dann mit Raab harte Konkurrenten. Gegen letzteren setzte sich der gebürtige Berliner in der Saison 2020/21 durch und zeigte damals starke Leistungen (kicker-Notenschnitt 2,93). Deshalb sollte man Spahic in dieser Aufzählung keinesfalls vergessen.

Schließlich verlor er den engen Kampf im Sommer 2021 nur knapp gegen Raab, der anschließend zum notenbesten Schlussmann (2,72 bei 34 bewerteten Einsätzen) der 3. Liga aufstieg, 16-mal die Null hielt (plus zweimal in der Relegation gegen Dynamo Dresden) und nur 28 Gegentore kassierte. Wenig verwunderlich, dass der HSV ihn sich ablösefrei schnappte.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema 2. Bundesliga: