"Hilflosigkeit neu definiert": Nächste DFB-Legende vernichtet Nationalmannschaft

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Frankfurt am Main - Es gibt kaum eine Person im deutschen Fußball, die etwas auf sich hält und das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 noch nicht kommentiert hat. Jetzt fügt sich auch Matthias Sammer (58) in die Reihe der kritischen Stimmen ein - und vernichtet das DFB-Team dabei komplett.

Matthias Sammer (58) ist schwer enttäuscht von der deutschen Nationalmannschaft.
Matthias Sammer (58) ist schwer enttäuscht von der deutschen Nationalmannschaft.  © Bernd Thissen/dpa

Zwar könne man nicht gutheißen, wie sich Argentinien nach dem verlorenen WM-Finale verhalten habe, sagte der 58-Jährige im Interview mit der Zeit.

Aber: "Ihre Spielweise ist mir lieber als das, was ich im Moment bei der deutschen Mannschaft sehe. Bei der kann ich gar nichts mehr erkennen, weder sportlich noch mental. Sie gibt Anlass, den Begriff Hilflosigkeit neu zu definieren." Was für eine Ohrfeige für das deutsche Team!

Bei den Deutschen sehe er wenig von den Dingen, die Top-Teams wie Spanien oder Argentinien auszeichnen.

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"Sicher, an der Fitness lässt sich arbeiten. Technik, Taktik, eine neue Spielidee, das lässt sich entwickeln. Viel schwerer aber wiegt der Eindruck, dass unserer Mannschaft der unbedingte Siegeswille fehlt", stellte der externe Berater des BVB fest.

Deutschland war beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko bereits im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden und hatte lediglich im ersten Gruppenspiel gegen Außenseiter Curaçao überzeugen können.

Matthias Sammer bringt sich selbst für Position beim DFB in Stellung

Sammers Meinung nach war das deutsche Team mental und körperlich weit weg von einer Topverfassung.
Sammers Meinung nach war das deutsche Team mental und körperlich weit weg von einer Topverfassung.  © Tom Weller/dpa

Das war für den ehemaligen DFB-Sportdirektor so nicht vorherzusehen gewesen, er war davon ausgegangen, dass "eine deutsche Mannschaft bei einer WM wenigstens die Grundlagen mitbringt, in dem Turnier eine Maschine zu sein".

Doch die Spieler hätten sich keiner Leistungsdiagnostik unterziehen müssen, wodurch man hätte feststellen können, ob sie sich in einer körperlichen Topverfassung befinden.

"Leistung lässt sich organisieren, das wäre das Mindeste gewesen. Aber um Leistung ging es bei diesem Turnier wie schon die Jahre zuvor überhaupt nicht mehr. Es ging um Wohlfühlen, Unehrlichkeit spielte eine Rolle, Konflikte wurden nicht angesprochen", ärgerte sich der Europameister von 1996.

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Dennoch wollte Sammer nicht für die Zukunft schwarzmalen. "Wenn wir heute die richtigen Leitlinien und Inhalte definieren, sind wir in drei bis fünf Jahren zurück an der Weltspitze", sagte der gebürtige Dresdner. Dabei sei er auch selbst bereit, seine Expertise einzubringen.

"Ich habe den beiden wichtigsten Vertretern des DFB signalisiert, dass ich bereit bin, unserem Fußball inhaltlich zu helfen. Aber es geht nicht um eine Funktion oder einen Posten für Matthias Sammer, sondern um Inhalte", erklärte Sammer: "Da kenne ich mich aus, weil ich die schon einmal sechseinhalb Jahre lang vermitteln durfte. Am Ende stand der WM-Titel 2014."

Titelfoto: Bildmontage: Bernd Thissen/dpa, Tom Weller/dpa

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