WM-Debakel kostet eine Stange Geld, aber der DFB hat mit dem frühen Deutschland-Aus gerechnet!

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Frankfurt am Main - Als Erfolg wird das deutsche Abschneiden bei der WM 2026 sicher nicht in die Geschichte eingehen. Neben vielen enttäuschten Fangesichtern hinterließ das Turnier auch hohe Kosten. Zumindest finanziell hat der DFB aber tatsächlich mit einem Aus im Sechzehntelfinale gerechnet.

Das frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 sorgt auch für ein großes Millionenloch.
Das frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 sorgt auch für ein großes Millionenloch.  © Tom Weller/dpa

Das bestätigte Schatzmeister Stephan Grunwald in der neuesten Ausgabe des "kicker".

Demnach liegt das vorläufige Defizit bei 9,4 Millionen Euro, allerdings sind darin die kolportierten 6,8 Millionen Euro für die Abfindung von Julian Nagelsmann (38) und seinem Team ebenso noch nicht enthalten wie aufkommende Kosten im Zuge einer möglichen Klopp-Verpflichtung.

Das Minus sei aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Turnieren allerdings bedacht und der sogenannte Turnierhaushalt "konservativ geplant" worden. "Ich habe die Aufgabe, es so zu planen, dass auch im schlechten Falle niemand in Panik ausbrechen muss", erklärte Grunwald.

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Trainingscamps, Unterkunft, Reisen - eine Weltmeisterschaft ist für die Verbände mit hohen Kosten verbunden. Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig (63) hatte bereits im Mai am Rande einer Veranstaltung in Düsseldorf verraten, dass im Falle eines Triumphs zwar Rekordprämien auf Spieler und DFB warten, die WM jedoch "für die meisten, die nicht ins Halbfinale kommen, ein Verlustgeschäft" wird.

"Sportliche Prämien hätte es erst ab dem Achtelfinale gegeben. Ins Plus wären wir erst ab dem Finale gekommen", bestätigte nun auch Grunwald.

Sportlicher Erfolg der deutschen Nationalmannschaft ist finanziell entscheidend für den DFB

DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald hat mit dem frühen Aus der deutschen Nationalmannschaft kalkuliert, hätte sich aber bestimmt auch über die Siegprämie gefreut.
DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald hat mit dem frühen Aus der deutschen Nationalmannschaft kalkuliert, hätte sich aber bestimmt auch über die Siegprämie gefreut.  © M.P.GILBERT/Schleswig-Holsteinischer Fußballverband/SFHV/dpa

Laut "Sportschau" hätte der fünfte Stern dem Deutschen Fußball-Bund satte 50 Millionen Euro eingebracht, 33 Millionen Euro kassiert der Vize, für den Einzug ins Halbfinale gibt es mindestens 27 Millionen Euro.

Die dritte Weltmeisterschaft in Folge ohne Millionenausschüttung über die Kosten hinaus (für den Antritt allein gibt es bereits zehn Millionen Euro) hat längst Auswirkungen auf den Verband.

"Die wirtschaftliche Stabilität des DFB ist und bleibt davon abhängig, ob die Herren-Nationalmannschaft sportlich erfolgreich ist", verriet der Schatzmeister. "Wir müssen jetzt kurzfristig sicherstellen und den Fokus darauf lenken, dass wir wieder sportlich erfolgreich werden."

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Gelingen soll das aller Voraussicht nach mit Jürgen Klopp (59). Übereinstimmenden Berichten zufolge steht der Deal mit dem neuen Bundestrainer in spe unmittelbar vor dem Abschluss, gerade der finanzielle Aspekt dürfte in der Causa aber zum Knackpunkt werden.

"Der Markt bestimmt am Ende den Preis", sagte Grundwald. "Wir kennen unsere Spielräume. Wir müssen nun die Rahmenbedingungen ausbalancieren, unter denen wir agieren."

Titelfoto: Bildmontage: Tom Weller/dpa, M.P.GILBERT/Schleswig-Holsteinischer Fußballverband/SFHV/dpa

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