Umbruch geht weiter: DFB macht Weltmeister von 2014 zum Geschäftsführer
Frankfurt am Main - Der Umbruch beim DFB ist eingeleitet! Der Verband suchte seit einigen Wochen einen Nachfolger für den scheidenden Sportgeschäftsführer Andreas Rettig (63) und ist jetzt bei einem Weltmeister von 2014 fündig geworden: Per Mertesacker (41) übernimmt das wichtige DFB-Amt ab 2027.
Das verkündete der DFB im Rahmen der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp (59).
Demnach unterschrieb Mertesacker einen Vertrag bis zur WM 2030 und wird seinen Job offiziell am 1. Januar 2027 antreten. Bis dahin soll er von Rettig in seine neuen Aufgaben eingearbeitet werden.
"Per Mertesacker gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs", schwärmte DFB-Präsident Bernd Neuendorf (65) von der Neubesetzung. "Seine fachliche Kompetenz, seine klare Haltung und seine Führungsqualitäten machen ihn zu einer hervorragenden Besetzung für die Position des Geschäftsführers Sport."
Der ehemalige Innenverteidiger hatte sich nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft selbst für einen Posten beim Verband in Stellung gebracht, im ZDF gesagt: "Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich."
Per Mertesacker bringt Expertise in der Jugendarbeit mit zum DFB
Durch das Aus von Rettig, der seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängert, wurde eine entsprechende Stelle frei, schnell nahmen die Gespräche zwischen Mertesacker und dem DFB an Schwung auf.
"Man muss dem DFB eins lassen: Der Kontakt zu mir ist nie abgerissen", sagte der TV-Experte im Rahmen des WM-Finales und verkündete: "In der letzten Woche ist noch mal ein bisschen Dynamik reingekommen. Wir unterhalten uns sozusagen."
Der gebürtige Hannoveraner hatte nach seinem Karriereende 2018 die Jugendakademie des FC Arsenal übernommen und dort hervorragende Arbeit geleistet.
Diese Expertise dürfte nun dem DFB zugutekommen, zu den Aufgaben von Rettig gehörte unter anderem die Verzahnung der A- und Junioren-Nationalmannschaften.
Erstmeldung von 9.17 Uhr, aktualisiert um 12.25 Uhr.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

