Fans von deutschem Gruppengegner freuen sich: Präsident senkt Bierpreise zur WM!
Quito (Ecuador) - Da dürften einige DFB-Fans neidisch auf den Gruppengegner werden: Damit die ecuadorianischen Anhänger ihre Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 aus der Ferne mit dem nötigen Enthusiasmus anfeuern können, sinken die Bierpreise in dem südamerikanischen Land für die Dauer des Turniers. Der Präsident höchstselbst macht es möglich.
Wie Daniel Noboa (38) am Donnerstag auf einer Veranstaltung ankündigte, wird die "ICE" genannte Sonderverbrauchssteuer auf Getränke mit bis zu fünf Volumenprozent Alkohol bis zum Finaltag am 19. Juli ausgesetzt.
Dadurch fällt im genannten Zeitraum "der Bierpreis um mehr als 20 Prozent", so der Präsident.
Das dürfte neben den Fans im Land auch die Verkäufer freuen. Laut einem Bericht von "ecuacvisa" rechnet der ecuadorianische Restaurantverband (Corec) mit einem Umsatzanstieg von ebenfalls 20 Prozent.
An den Spieltagen der "La Tri" sind die Erwartungen sogar noch deutlich höher. Demnach geht der Verband davon aus, dass sich die Einnahmen der Bars, Restaurants und Clubs aufgrund der fußballbegeisterten Menschenmassen verdoppeln könnten.
Die Bierkultur besitzt in Ecuador tatsächlich eine ähnlich lange Tradition wie hierzulande. Der beliebte Gerstensaft kam schon im 16. Jahrhundert durch spanische Kolonisatoren ins Land, die erste Brauerei wurde 1566 in Quito gegründet. Am beliebtesten ist das sogenannte "Pilsener" - ein helles Lagerbier im Pils-Stil mit vier Volumenprozent Alkohol.
Deutschlands Gruppengegner tritt mit goldener Generation bei der WM 2026 an
Bei der WM hoffen die Ecuadorianer auf zahlreiche Gründe zum Anstoßen.
Das Team vom argentinischen Trainer Sebastián Beccacece (45) geht mit einer goldenen Generation an den Start, insbesondere die Defensive um Piero Hincapié (22), Willian Pacho (23) und Staubsauger Moisés Caicedo (23) muss sich vor kaum einer anderen Nation verstecken.
Zum Auftakt in der Nacht auf Sonntag (1 Uhr) trifft "La Tri" auf die Elfenbeinküste, am 21. Juni (2 Uhr) geht es dann gegen Curacao, ehe zum Abschluss der Gruppenphase das Duell mit der deutschen Nationalmannschaft (25. Juni, 22 Uhr) wartet.
Titelfoto: Bildmontage: RODRIGO BUENDIA / AFP
