Schweiz - Da hat offenbar jemand gar keine Lust mehr auf Kritik! In einem langen Statement äußerte sich FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) auf Instagram zur Fußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Sein Fazit: Das Turnier war ein tadelloser Meilenstein auf dem Weg zu einer in Frieden vereinigten Menschheit und jeder, der etwas anderes behauptet, lügt.
In einem Beitrag, der vor Pathos ähnlich strotzte wie seine "Heute fühl' ich mich arabisch"-Rede zur Weltmeisterschaft in Katar, lobte der 56-Jährige nicht nur die gerade zu Ende gegangene WM über den grünen Klee, sondern rechnete auch mit den Kritikern ab.
"Den Leuten, die hinter Stift und Papier, hinter ihren Bildschirmen sitzen und Hass und falsche Gerüchte verbreiten, möchte ich sagen: Während ihr euch im Hintergrund versteckt, stehen wir bei der FIFA an vorderster Front und organisieren und arbeiten hart, um die beste Show der Welt abzuliefern", schrieb der Boss des Weltverbands.
Im Gegensatz zu den Hatern sei man in Mexiko, Kanada und den USA unterwegs gewesen, habe mit Fans gesprochen und deren Sicherheit garantiert.
"Wir haben keinerlei Gewalt erfahren, keine Zwischenfälle, 100 Prozent Sicherheit, nur Freude und Glück", jubelte Infantino. "Sieben Millionen Menschen aus mehr als 200 Ländern haben dieses fantastische Turnier in 16 wundervollen Städten und Stadien genossen."
Möglich gemacht hätte das die fantastische Unterstützung der drei Gastgeberländer und ihrer Regierungen.
Gianni Infantino zu Kritikern: "Meditiert, betet oder schaut ein Fußballspiel!"
Dass vielen Menschen, darunter der somalische Schiedsrichter Omar Artan (34), die Mutter von Kap-Verde-Held Vozinha (40) oder die gesamte iranische Nationalmannschaft, aufgrund von Visa-Problemen lange Zeit oder überhaupt nicht einreisen konnten, sah Infantino nicht so eng.
"Während ihr Hass verbreitet, haben wir unermüdlich dafür gearbeitet, zwei im Krieg befindliche Nationen zu vereinen", schrieb er. "Der Iran ist ohne Zwischenfall oder Konflikt in die USA eingereist."
Leute, die darauf aufmerksam machen, dass einige Fans kein Visum erhalten haben, würden außerdem all die Menschen übersehen, die einreisen durften.
Und auch der Skandal um die Rote Karte von US-Stürmer Folarin Balogun (25), die auf Geheiß von Donald Trump (80) höchstpersönlich aufgehoben wurde, sei nur künstlich aufgebauscht.
Spieler in bestimmten Situationen schließlich doch nicht zu sperren, sei "Routine" und würde in den größten Ligen der Welt "weithin akzeptiert" werden.
"An alle, die ihre Zeit und Energie damit verschwenden, uns zu hassen: Bitte nehmt euch einen Moment und reflektiert, meditiert, betet oder schaut ein Fußballspiel", appellierte der FIFA-Präsident.