Rücktritts-Flut bei WM geht weiter! Zwei Trainer-Abschiede in einer Nacht
USA - Die Flut an Trainerrücktritten bei der WM geht weiter! Rund eineinhalb Tage nach dem Aus von Ghana im Sechzehntelfinale gegen Kolumbien hat Nationalcoach Carlos Queiroz (73) seinen Abschied bekannt gegeben.
"Es war mir eine Ehre und ein Privileg, meinem Land und den Black Stars zu dienen", schrieb der 73-Jährige auf Instagram: "Ich verlasse diese Reise voller Stolz auf das, was wir erreicht haben, aber auch mit der gesunden Unzufriedenheit derer, die immer mehr wollten. Ein höheres Niveau zu erreichen, sollte niemals das Ziel sein – es sollte der Anfang noch größerer Ambitionen sein."
Dabei hatte er sein Amt erst im April angetreten, als Ghana Otto Addo (51) nach der 1:2-Niederlage gegen Deutschland entlassen hatte.
Doch in der Zeit erlebte er anscheinend nicht nur Positives, denn er ließ einen kleinen Seitenhieb gegen den Verband folgen.
"Die Zukunft der Black Stars wird nicht nur auf dem Spielfeld gestaltet. Der Erfolg der Black Stars muss abseits des Spielfelds beginnen, indem wir das bestmögliche Umfeld schaffen, um Ghanas außergewöhnliche Fußballtalente vorzubereiten, zu schützen und zu fördern", fand er offenbar nicht die besten Bedingungen für die Entwicklung des Nationalteams vor.
WM 2026: Auch Javier Aguirre bestätigt seinen Rückzug
Nur wenige Stunden später verabschiedete sich auch Mexikos Nationaltrainer Javier Aguirre (67), nachdem sein Team im Krimi gegen England den Einzug ins Viertelfinale verpasst hatte. Er geht nach seiner dritten Amtszeit bei El Tri in den Ruhestand.
"Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball. Auf Wiedersehen zum Aztekenstadion", sagte der 67-Jährige zum Abschied: "Ich gehe mit Stolz."
Der Abschied des Mexikaners war aber bereits im Voraus geplant, für ihn übernimmt nun sein bisheriger Co-Trainer Rafael Marquéz (47) das Ruder.
Insgesamt muss sich damit jedes vierte bisher ausgeschiedene Team um einen neuen Chefcoach kümmern, denn bei dieser WM haben bereits neun Trainer ihren Posten aus (weitgehend) freien Stücken geräumt.
Zuvor hatten Bundestrainer Julian Nagelsmann (38), Bondscoach Ronald Koeman (63), Südkoreas Trainer Hong Myung-bo (57), Tschechien-Coach Miroslav Koubek (74), Tunesiens Hervé Renard (57), Steve Clarke (62) aus Schottland und Sebastián Beccacece (45, Ecuador) ihren Rücktritt erklärt.
Außerdem hatte Tunesien schon nach dem ersten Spieltag Sabri Lamouchi (54) entlassen und Renard installiert, steht nach dem WM-Aus jetzt aber trotzdem ohne Trainer da.
Titelfoto: Bildmontage: Bradley Collyer/PA Wire/dpa (2)

