New Jersey (USA) - Als die Pfeife nach 120 Minuten ertönte und Spanien sich mit einem verdienten 1:0-Sieg gegen Argentinien zum Weltmeister krönte, kochten die Emotionen über - allerdings nicht nur im positiven Sinne. Besonders heftig entlud sich der Frust bei Argentiniens Leandro Paredes (32), der sich als extrem schlechter Verlierer präsentierte und gleich zu mehreren Tätlichkeiten hinreißen ließ.
Die spanischen Ersatzspieler waren gerade jubelnd auf den Platz gestürmt, als es zu einer Rudelbildung kam - und diese Formulierung ist noch beschönigend für das, was folgte.
Denn Paredes ging mit Anlauf auf Spaniens Eric García (25) los, schubste ihn zu Boden und schlug ihm, als er aufgestanden war, mit voller Kraft gegen den Hals.
Mehrere Personen aus beiden Lagern versuchten, dazwischenzugehen, darunter auch Gavi (21). Ihn suchte sich Paredes als nächstes Opfer aus, griff den Mittelfeldspieler ebenfalls an, stieß ihn um und zerrte ihn mit voller Wucht an seinem Leibchen herum, als der 21-Jährige wieder aufstehen wollte.
Erst danach konnte der argentinische Rüpel gebändigt werden, der prompt von Schiedsrichter Slavko Vincic (46) die Rote Karte gezeigt bekam.
WM-Finale 2026: Leandro Paredes stand schon im Spiel kurz vor dem Platzverweis
"Paredes war wieder mittendrin, wie immer!", kommentierte Oliver Schmidt (54) im ZDF das Geschehen und stellte fest, dass man bei aller Schwierigkeit auch gut verlieren können müsse. Auch bei MagentaTV war man wenig verwundert, dass der argentinische Mittelfeldmann im Zentrum des Geschehens stand, Tabea Kemme (34) etwa bezeichnete ihn als "etwas durchgeknallt".
Schon während des Spiels war Paredes immer wieder mit einer überharten Spielweise aufgefallen, war schon sechs Minuten nach seiner Einwechslung verwarnt worden und hätte sich nicht beschweren können, wenn er wie Teamkollege Enzo Fernández (25) mit Gelb-Rot vom Platz geflogen wäre.
Über die Strafe für den Boca-Juniors-Profi muss nun die FIFA-Disziplinarkommission entscheiden, dem Mittelfeldmann dürfte eine lange Sperre drohen.