Als Schiri auf den Punkt zeigt, stürmt der Scheich das Spielfeld

Katar - Wenn der Schiri pfeift, ist (fast) immer einer unzufrieden! In der Qatar Stars League trafen am Wochenende die Klubs Al-Wakrah und Al-Sadd aufeinander. In der Hauptrolle standen jedoch nicht die Spieler.

Da ist er: Scheich Khalifa bin Hassan Al-Thani hat sich die Ehre gegeben und plädiert höchstpersönlich auf "Fehlentscheidung".
Da ist er: Scheich Khalifa bin Hassan Al-Thani hat sich die Ehre gegeben und plädiert höchstpersönlich auf "Fehlentscheidung".  © Screenshot/X/alaudhli

Die 65. Spielminute war gerade angebrochen, als der Unparteiische, Abdulrahman Al Jassim, beim Stand von 0:0 zugunsten der Gäste auf den Punkt zeigte.

Sofort kochte die Stimmung im nur spärlich gefüllten Al-Janoub Stadium über, immerhin war die Bedeutung des Spiels zwischen dem Tabellenersten gegen den direkten Verfolger nicht von der Hand zu weisen.

Einer, der sich mit der Entscheidung des Schiedsrichters so gar nicht anfreunden konnte, saß ein paar Etagen höher auf der Ehrentribüne: Die Rede ist von Scheich Khalifa bin Hassan Al-Thani, seines Zeichens Präsident von Heimteam Al-Wakrah.

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Wie ein Clip auf "X" (vormals Twitter) beweist, sprang dieser wie von der Tarantel gestochen von seiner Loge auf und nahm Kurs auf das Spielfeld. Er hatte offenbar ein persönliches Hühnchen mit dem Schiedsrichter zu rupfen.

Viel Aufregung um nichts: Das Spiel endete torlos

Und da stampft er angefressen davon: Der Scheich wird von Vereinsmitarbeitern zu seinem angedachten Platz zurückbegleitet.
Und da stampft er angefressen davon: Der Scheich wird von Vereinsmitarbeitern zu seinem angedachten Platz zurückbegleitet.  © Screenshot/X/alaudhli

Als der Scheich das Spielfeld schließlich erreichte, war er kaum noch zu beruhigen und ließ seiner ungezügelten Wut mittels aggressiver Gestik freien Lauf.

Dabei waren einige der Klubangestellten sichtlich darum bemüht, den Präsidenten im Zaum zu halten, denn dieser lief immer mehr Gefahr, den Mann mit der Pfeife tätlich anzugreifen.

Doch irgendwie fruchteten die Bemühungen von außen nicht so wirklich und plötzlich ließen sich auch die Akteure auf dem Rasen von den Tumulten um ihren Boss anstecken und gingen ebenso gegen den Schiri auf die Barrikaden.

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Sogar der lange Weg zum Sechzehnmeterraum war dem Scheich alle Mühe wert, wo er jedoch vom eigenen Kapitän eine Ansage erhielt, seine Proteste besser einzustellen.

Wer nun glaubte, das Chaos wäre damit ad acta gelegt, sah sich eines Besseren belehrt. Jetzt schalteten sich nämlich auch die gegnerischen Spieler in die Tumult-Traube ein und schlichen um den Scheich herum.

Und der Schiri? Der konnte kaum glauben, wie ihm hier gerade geschah und reagierte mit einer Mischung aus Humor und Verzweiflung. Als der Scheich dann nach einer gefühlten Ewigkeit endlich auf seine Tribüne zurückkehrte, sah er den verschossenen Elfmeter, den er mit aller Macht verhindern wollte. Womöglich hat die furchterregende Aura des Präsidenten dafür gesorgt, dass die Partie mit einem friedlichen Unentschieden endete ...

Titelfoto: Screenshot/X/alaudhli

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