Betrunkene Flugzeug-Attacke? Schiri wehrt sich gegen kuriose Vorwürfe!

Athen (Griechenland) - Eigentlich müssen Schiedsrichter in der Regel nur ihre Pfiffe auf dem Platz rechtfertigen. Der polnische UEFA-Referee Pawel Raczkowski (39) sah sich nun allerdings mit bizarren Vorwürfen konfrontiert, die er so nicht stehen lassen wollte.

Schiedsrichter Pawel Raczkowski (39, r.) soll sich auf seinem Flug nach Athen danebenbenommen haben, doch der Pole bestreitet die Anschuldigungen vehement.
Schiedsrichter Pawel Raczkowski (39, r.) soll sich auf seinem Flug nach Athen danebenbenommen haben, doch der Pole bestreitet die Anschuldigungen vehement.  © JACK GUEZ / AFP

Der 39-jährige Unparteiische und seine drei Assistenten waren für das am Sonntag (18 Uhr) angesetzte Spiel der griechischen Super League zwischen AEK Athen und Aris Saloniki eingeteilt, doch bei der Anreise kam es offenbar zu Problemen.

Laut einem Bericht des griechischen Nachrichtenportals Sport24 wurde das Gespann noch wenige Stunden vor Anpfiff der Partie vermisst, weil es auf dem Flug nach Athen am Samstag in eine handgreifliche Auseinandersetzung mit einem anderen Passagier geraten sein soll.

Demnach sollen die vier Offiziellen während des Vorfalls außerdem betrunken gewesen sein und den Mann attackiert haben.

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Inzwischen hat der gebürtige Warschauer ein Statement veröffentlicht und die Anschuldigungen entschieden zurückgewiesen, wie Polsat Sport berichtete.

Die Meldungen aus Griechenland seien "hundertprozentig falsch", beteuerte Raczkowski.

"Wir waren nicht betrunken, wir haben niemanden angegriffen, wir wurden von jemandem im Flugzeug angegriffen. Er sagte mir, dass er ein Fan von Panathinaikos sei und dass er mich morgen in den Medien zerstören würde", fügte der Schiri an.

Schiedsrichter Pawel Raczkowski musste kurzfristig vertreten werden

Pawel Raczkowski (M.) pfiff für die UEFA bereits in der Champions League und der Europa League.
Pawel Raczkowski (M.) pfiff für die UEFA bereits in der Champions League und der Europa League.  © Vincenzo PINTO / AFP

"Dann spuckte er mir ins Gesicht und schlug mir im Flughafen noch gegen den Kopf und in den Rücken", so Raczkowski weiter.

Panathinaikos kämpft in den Play-offs des griechischen Oberhauses um die Meisterschaft und liefert sich dabei an der Tabellenspitze ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit AEK Athen, die das polnische Gespann eigentlich betreuen sollte.

Daraus wurde aufgrund der Anreise-Schwierigkeiten jedoch nichts, sein griechischer Kollege Aristotelis Diamantopoulos (39) sprang kurzfristig ein.

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Raczkowski beteuerte aber, dass er und seine Kollegen nach dem Flugzeug-Zwist ins Hotel gebracht worden wären und den griechischen Schiedsrichter-Chef mittlerweile über den Zwischenfall informiert hätten.

Der Unparteiische ist seit 2013 offizieller FIFA-Schiedsrichter und pfiff bereits Partien der europäischen Qualifikation für die WM 2018 in Russland sowie die WM 2022 in Katar.

Als UEFA-Referee kam er zudem schon in der Europa League und der Champions League zum Einsatz.

Titelfoto: JACK GUEZ / AFP

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