Widerlich! Drei Bestatter machen Foto mit Maradona-Leiche und sorgen für Entsetzen

Buenos Aires - Verabscheuungswürdig! Während die ganze Welt nach dem Tod der argentinischen Fußball-Legende Diego Armando Maradona trauert, posierten drei Männer mit der Leiche.

Fans auf der ganzen Welt verabschiedeten sich würdevoll von ihrem Idol Diego Armando Maradona.
Fans auf der ganzen Welt verabschiedeten sich würdevoll von ihrem Idol Diego Armando Maradona.  © Alessandra Tarantino/AP/dpa

Ein Angestellter des Bestattungsunternehmens "Pinier" aus La Paternal blickte auf dem ersten leicht unscharfen Bild grimmig in die Kamera und hob den Daumen seiner linken Hand nach oben, während er mit seiner rechten die Stirn des Verstorbenen berührte.

Der Sarg war nämlich offen und die Leiche Maradonas zu sehen. Diese Aufnahme landete in den sozialen Medien und löste eine Welle der Entrüstung und des Entsetzens aus.

Verständlich, denn mit Anstand hat dieses Foto nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Pech für den markanten Glatzkopf: seine Identität wurde schnell festgestellt.

Nach dem Shitstorm verkündete "Pinier" laut des argentinischen Mediums Clarín, dass der Mann entlassen worden sei. Dazu versuchte man, Schadensbegrenzung zu betreiben. Der Bestatter habe sich bei Maradonas Familie entschuldigt.

Die dürfte das allerdings kaum in ihrer Trauer trösten. Denn zu allem Überfluss war er nicht der einzige des Unternehmens, der mit dem Leichnam posierte.

Mittlerweile macht nämlich ein zweites Foto die Runde, auf dem zwei Männer zu sehen sind, die neben dem Sarg stehen. Der Jüngere von beiden hebt ebenfalls einen Daumen nach oben und lächelt sogar noch begeistert in die Kamera. Unfassbar, was sich manche Menschen rausnehmen!

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Wie man richtig Abschied nimmt: Argentiniens Präsident Ablerto Fernandez (l.) und seine Frau Fabiola (r.) erweisen Diego Armando Maradona die letzte Ehre.
Wie man richtig Abschied nimmt: Argentiniens Präsident Ablerto Fernandez (l.) und seine Frau Fabiola (r.) erweisen Diego Armando Maradona die letzte Ehre.  © Uncredited/Argentina Presidency/dpa

Obwohl sich die Medien aus Pietätsgründen entschieden, die Bilder entsprechend zuzuschneiden oder zu pixeln, sind sie bei Twitter natürlich dennoch unzensiert zu finden.

Man kann nur hoffen, dass Maradonas Familie und Freunde die Aufnahmen nicht zu Gesicht bekommen. Schließlich haben sie im Moment mit mehr als genug negativen Gefühlen zu kämpfen!

Immerhin wird deutlich, dass sich die Bestatter mit Maradonas Anwalt und Freund Matías Morla den falschen Gegner ausgesucht haben.

Er versprach in einem Tweet, sich "persönlich darum zu kümmern, den Verbrecher zu finden, der das Foto gemacht hat" und "alle Verantwortlichen für diesen Akt der Feigheit bezahlen zu lassen."

Die Identitäten der beiden bebrillten Personen auf der zweiten Aufnahme sind noch nicht herausgefunden worden, doch da das Bild in den sozialen Medien weiterhin die Runde macht, dürfte das nicht mehr lange dauern.

Schließlich sitzen ihnen Millionen wütende Fans der "Hand Gottes" im Nacken.

Titelfoto: Uncredited/Argentina Presidency/dpa

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