Fans von Top-Liga nahezu einig: So macht der VAR den Fußball kaputt

London (England) - Diese Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache! Vor sieben Jahren wurde der VAR in der englischen Premier League eingeführt, doch nicht nur auf der Insel diskutieren die Fans bis heute hitzig über das technische Hilfsmittel. Eine neue Studie zeigt, dass ein Großteil der britischen Anhänger den Video-Assistenten immer noch ablehnt. Vor allem in einem Punkt sind sich dabei fast alle Zuschauer einig.

Seit der Saison 2019/2020, zwei Jahre nach Einführung in der Bundesliga, kommt der VAR in der englischen Premier League zum Einsatz.  © Mike Egerton/PA Wire/dpa

Satte 91,7 Prozent der Premier-League-Fans finden nämlich, dass die VAR-Technologie dem Fußball die spontane Freude beim Jubeln über Tore geraubt habe, wie aus einer Befragung der Football Supporters' Association (FSA) hervorgeht. Für lediglich 3,3 Prozent sei das Stadionerlebnis mit der Technik besser geworden.

Nur etwas weniger eindeutig wird es bei der generellen Unterstützung: Gut drei Viertel (75,7 Prozent) der Umfrageteilnehmer lehnen die Nutzung des aktuellen Systems demnach komplett ab.

Befragt wurden im Rahmen der Erhebung zwischen Februar und März 2026 fast 8000 Anhänger des englischen Oberhauses, von denen rund 6000 in der laufenden Saison bereits eine VAR-Entscheidung live im Stadion miterlebt hätten. Etwa die Hälfte würde pro Saison mindestens 15 Heimspiele besuchen.

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86 Prozent der Befragten seien derweil besorgt, dass künftig noch mehr Entscheidungen mittels Video-Assistent getroffen werden.

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Premier League und Schiedsrichter-Vereinigung betonen Nutzen des VAR

Der Schiri-Gang zum Bildschirm sorgt auch auf der Insel regelmäßig für Diskussionen.  © Nick Potts/PA Wire/dpa

Dabei lehnen die britischen Anhänger eine technische Unterstützung aber keineswegs grundsätzlich ab. 93 Prozent wollen demzufolge etwa die Torlinientechnologie behalten, 58 Prozent freuen sich über die neu eingeführten Stadionansagen der Schiedsrichter und immerhin 47,2 Prozent würden die Einführung eines Challenge-Systems zur Limitierung der VAR-Entscheidungen unterstützen.

Die Fan-Organisation habe ihre Ergebnisse sowohl mit der Liga als auch mit der englischen Referee-Vereinigung (PGMO) geteilt.

Steht der VAR auf der Insel also vor dem Aus? Wohl eher nicht. In ihren Statements argumentierten die Premier League und PGMO bereits mit dem weiterhin großen Nutzen des Systems.

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"Der VAR sorgt für mehr richtige Entscheidungen. In den letzten Spielzeiten gab es pro Saison etwa 100 Fälle, in denen der VAR eine Entscheidung richtigerweise korrigiert hat", erklärte ein PL-Sprecher.

Zwar würde man die Bedeutung schneller und klarer Abläufe für das Stadionerlebnis der Anhänger anerkennen und aktiv weiter an der Verbesserung dieser arbeiten, doch eigene Umfragen hätten ergeben, dass ein Großteil der Fans die Erhaltung des VAR unterstütze.

Die FSA merkte dazu wiederum an, dass die Liga nicht preisgebe, wie viele Personen dabei befragt wurden oder wie sich die Stichprobe zusammensetzt.

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