Brüssel (Belgien) - Morgendlicher Albtraum für Mohammed Fuseini (24)! Der Stürmer des belgischen Erstligisten Royale Union Saint-Gilloise wurde am vergangenen Sonntagmorgen zum Opfer eines brutalen Raubüberfalls, den ein Kollege von ihm sogar filmte.
Wie die Tageszeitung "Het Laatste Nieuws" berichtet, verließ der 24-Jährige gegen 6.30 Uhr den Klub "Bloody Louis" in Brüssel und ging gerade zu seinem Auto, als er zunächst von zwei Männern in Kapuzen angesprochen wurde.
Plötzlich tauchten noch drei weitere Personen auf, und die Situation wurde brenzlig. Die fünfköpfige Gruppe zerrte den ghanaischen Nationalkicker aus seinem Wagen und durchsuchte diesen.
Drei der Angreifer kümmerten sich dabei um Fuseini, hielten ihn gewaltsam in Schach und nahmen ihn dabei in den Schwitzkasten. Der Fußballprofi wehrte sich, wurde letztlich aber zu Boden gerungen.
Währenddessen erbeuteten die Räuber seine Rolex-Uhr, sein Handy und weitere persönliche Gegenstände aus dem Auto. Anschließend ließen sie den Offensivakteur frei.
Nach Informationen des Blattes filmte ein namentlich nicht genannter Teamkollege von Saint-Gilloise die brutale Szene aus dem Hintergrund mit - und half den späteren Ermittlungen der Polizei damit entscheidend.
So konnten einige mutmaßliche Täter inzwischen nämlich identifiziert werden. Bei einem 23-jährigen Verdächtigen klickten bereits die Handschellen.
Video des Überfalls auf Mohammed Fuseini auf X
Royale Union Saint-Gilloise verurteilt Überfall und bedankt sich bei der Polizei
"Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurden als gestohlen gemeldete Gegenstände sichergestellt. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft beantragte die Einsetzung eines Untersuchungsrichters und die Untersuchungshaft des Verdächtigen. Dieser wurde wegen bandenmäßigen Diebstahls mit Gewaltanwendung angeklagt und per Haftbefehl festgenommen", hieß es in einer Mitteilung der Justizbehörde.
Auch der belgische Klub äußerte sich zum Überfall auf seinen Spieler: "Die Bilder vom letzten Sonntag sind besonders erschütternd", schrieb der Verein in einem Statement. "Er wurde anschließend im Krankenhaus untersucht und dort von der Brüsseler Polizei hervorragend betreut, der wir für ihre ausgezeichnete Arbeit herzlich danken."
Fuseini habe nur ganz leichte Verletzungen davongetragen und sei bereits am Montag wieder ins Training eingestiegen.