Türkei-Job für Mesut Özil? Deutscher Trainer offenbar vor dem Aus!

Ankara (Türkei) - Eigentlich läuft es für die türkische Nationalmannschaft bei der Qualifikation für die Europameisterschaft 2024 nicht schlecht, doch trotzdem soll ein Personal-Beben innerhalb des Verbands bevorstehen. Auch ein deutscher Weltmeister wird dabei gehandelt.

Stefan Kuntz (60) ist seit September 2021 in der Türkei als Nationaltrainer aktiv.
Stefan Kuntz (60) ist seit September 2021 in der Türkei als Nationaltrainer aktiv.  © Francisco Seco/AP

Wie unter anderem die Tageszeitung Aksam berichtet, steht Nationaltrainer Stefan Kuntz (60) im Zuge der Generalversammlung sowie Präsidentschafts-, Vorstands- und Aufsichtsratswahl am heutigen Donnerstag beim türkischen Fußballverband (TFF) vor dem Aus.

Demnach soll der frühere U21-Übungsleiter des DFB von Abdullah Avcı (59) beerbt werden, der bereits zwischen 2011 und 2013 als Nationalcoach der "Ay-Yildizlilar" im Amt war.

Doch nicht nur der Trainerstuhl des langjährigen Lauterers wackelt, auch die Absetzung von Sport-Vorstand Hamit Altintop (40) steht offenbar zur Debatte.

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Als Nachfolger des gebürtigen Gelsenkircheners sei derweil ein weiterer Ex-Profi aus der Knappen-Stadt im Gespräch: Mesut Özil (34).

Der deutsche Weltmeister von 2014 hat seine Fußballschuhe erst Ende März ein für alle Mal an den Nagel gehängt. Anschließend engagierte er sich politisch und feierte den Sieg bei der Präsidentschaftswahl mit Recep Tayyip Erdogan (69).

Der umstrittene Machthaber fungierte 2019 sogar als Trauzeuge auf der Hochzeit des 92-fachen DFB-Kickers, vor der WM 2018 sorgte außerdem ein Foto des ehemaligen Weltklasse-Spielmachers mit dem türkischen Staatsoberhaupt für Wirbel.

Heuert Mesut Özil (34, r.) bald als neuer Sport-Vorstand beim türkischen Fußballverband an?
Heuert Mesut Özil (34, r.) bald als neuer Sport-Vorstand beim türkischen Fußballverband an?  © PATRIK STOLLARZ / AFP

Türkei-Kapitän Hakan Çalhanoğlu soll sich über Stefan Kuntz beschert haben

Zwischen Hakan Çalhanoğlu (29, 2.v.l.) und Stefan Kuntz (l.) soll es gekracht haben.
Zwischen Hakan Çalhanoğlu (29, 2.v.l.) und Stefan Kuntz (l.) soll es gekracht haben.  © Hakob Berberyan/AP/dpa

Aus sportlicher Sicht wäre die wohl geplante Neuaufstellung tatsächlich nur schwer nachvollziehbar, denn Kuntz feierte dieses Jahr schon drei Siege bei der EM-Quali gegen Armenien (2:1), Lettland (3:2) sowie zuletzt am Montag gegen Wales (2:0).

Lediglich gegen den WM-Dritten aus Kroatien setzte es eine 0:2-Niederlage, in der Quali-Gruppe D belegt das Team vom Bosporus aber dennoch mit neun Punkten den ersten Platz.

Während der Halbzeitpause des Spiels am vergangenen Freitag gegen die Letten soll es allerdings intern gekracht haben, wie Aksam weiter berichtet.

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Demzufolge habe sich Kapitän und Ex-Bundesliga-Star Hakan Çalhanoğlu (29) im Anschluss persönlich beim amtierenden TFF-Präsidenten Mehmet Büyükekşi (62) über den deutschen Übungsleiter beschwert.

Ohnehin bevorzuge die Verbandsobrigkeit nach Informationen des Blattes eine türkische Lösung auf der Trainerbank.

Titelfoto: Francisco Seco/AP, PATRIK STOLLARZ / AFP

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