Der Nächste bitte! Wieder Trainer-Wechsel bei Aufstiegs-Anwärter im Nordosten

Berlin - Der Nächste bitte! Die VSG Altglienicke tauscht wieder ihren Übungsleiter - Cheftrainer Ersan Parlatan (48) wurde freigestellt.

Trainer Ersan Parlatan (48) ist bei der VSG Altglienicke schon wieder Geschichte.  © Roger Petzsche / PICTURE POINT

Dies bestätigte der Aufstiegs-Anwärter der Regionalliga Nordost am Dienstagmittag, nachdem mehrere Medien, auch TAG24, vorab berichtet hatten.

Altglienicke-Sportchef Torsten Mattuschka (45) erklärt: "Ersan hat mit großem Engagement und hoher fachlicher Qualität gearbeitet. Dafür gebührt ihm unser ausdrücklicher Respekt. In offenen und vertrauensvollen Gesprächen wurde jedoch deutlich, dass unsere Vorstellungen in zentralen sportlichen Fragen auseinandergehen."

Für den Deutsch-Türken ist nach nur neun Monaten Schluss. Vor wenigen Tagen meinte der scheidende Trainer bei Ostsport.TV: "Ich glaube nicht, dass das eine Krise ist."

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Die Zahlen sagen was anderes: Der letzte Sieg liegt drei Monate und sechs Spiele zurück. Jetzt muss das schwächste Glied der Kette gehen.

Interimistisch übernehmen bis Saisonende Co-Trainer Dan Twardzik (34) und Björn Brunnemann (45), bis zur Winterpause Trainer der U23.

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VSG Altglienicke will kommende Saison den Großangriff auf den direkten Aufstiegsplatz starten

In Zwickau holte die VSG Ende Februar immerhin ein 2:2 geholt. Aber auch die folgenden Spiele wurden nicht gewonnen.  © Roger Petzsche / PICTURE POINT

Für die VSG war klar, dass die Spielzeit eine Umbruchsaison wird. Insgesamt 23 Spieler kamen, darunter für die 4. Liga hochdekorierte Namen wie Tim Rieder (32 Jahre, 141 Drittliga-Spiele), Jonas Nietfeld (31, 238) oder im Winter Erik Tallig (26) und Nikos Zografakis (26).

Doch während die Hinrunde mehr als annehmlich lief, stagnierte die Entwicklung im neuen Jahr. 21 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Lok Leipzig sind in der VSG-Welt deutlich zu viel.

Deshalb ziehen die Verantwortlichen (wieder einmal) die Trainer-Reißleine, weil sie unter Parlatan das Fernziel gefährdet sahen: Großangriff in der Saison 2026/27 auf den direkten Aufstiegsplatz.

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Ein Spitzenplatz war auch schon unter Semih Keskin (37) das Ziel, der in der Vorsaison zu einem ähnlichen Zeitpunkt nach neun Monaten dran glauben musste.

In der Spielzeit davor endete die Ära Karsten Heine (heute 70) nach mehr als vier Jahren. Seitdem tritt die Volkssportgemeinschaft sportlich auf der Stelle.

Zwei zweite Plätze unter Heine 2019/20 und 2020/21 in den Corona-Spielzeiten wurden trotz immer neuer Namen auf dem Feld und an der Seitenlinie nie wieder erreicht.

Erstmeldung: 11 Uhr, aktualisiert: 11.49 Uhr

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 25 53:19 58
2 Hallescher FC 25 44:23 50
3 FC Carl Zeiss Jena 24 44:24 48
4 FC Rot-Weiß Erfurt 25 47:31 47
5 FSV Zwickau 24 38:29 45
6 VSG Altglienicke 24 33:29 37
7 Chemnitzer FC 25 38:39 34
8 1. FC Magdeburg II 25 39:35 33
9 FSV 63 Luckenwalde 23 27:30 32
10 Hertha BSC II 24 36:45 30
11 ZFC Meuselwitz 23 33:33 29
12 BFC Preussen 21 28:34 29
13 BFC Dynamo 23 28:36 26
14 SV Babelsberg 03 23 34:43 24
15 Greifswalder FC 24 24:35 23
16 BSG Chemie Leipzig 23 21:36 17
17 FC Eilenburg 24 20:43 15
18 Hertha 03 Zehlendorf 21 17:40 10

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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