Frühstart! Nordost-Klub buckelt bereits im Geheim-Trainingslager am Aufstieg
Mengkofen - Während Nordost-Meister Lok Leipzig nach dem Trauerspiel gegen Würzburg Mittwoch in die Vorbereitung startet, hat ein Konkurrent sein Trainingslager in den Beinen: Die VSG Altglienicke buckelte bereits hart für den Aufstieg.
An dem Ort, wo eine Woche zuvor ein Bootcamp der renommierten Spielerberater-Agentur ROGON stattfand, machte der Aufstiegsaspirant der Regionalliga ernst für den Aufstieg.
Nicht nur der frühe Zeitpunkt überrascht, sondern überhaupt der Umstand, dass sich die Berliner als einer der ganz wenigen Nordost-Klubs ein Sommer-Camp leisten.
Fernab des Trubels in der Hauptstadt wurden vor allem konditionell die Grundlagen für einen längeren Aufstiegsatem als zuletzt (Platz sechs, 19 Zähler Rückstand) gelegt.
Im bayrischen Mengkofen übten sich die Kicker bei brütender Hitze teils oberkörperfrei am Kettlebell-Training, bei dem eine Kugelhantel von um die 20 Kilo dynamisch geschwungen wird.
Neben den gehassten Wald- und Intervall-Läufe am frühen Morgen wurde auch auf dem Platz trainiert.
Nach sieben Tagen ging es am Montag zurück nach Berlin. Am Samstag folgt der erste Testkick gegen Oberligist Optik Rathenow, ehe ein Härtetest gegen Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus wartet.
VSG Altglienicke hat den Kader größtenteils zusammengehalten und prominent verstärkt
Vielleicht noch wichtiger als das Trainingslager an sich: Die VSG hat im Vergleich zu den Vorjahren den Großteil des Kaders frühzeitig zusammen, kann auf eine erfahrene und eingespielte Achse setzen.
Neben Schlüsselspielern wie Tim Rieder (32) oder Torschützenkönig Jonas Nietfeld (32) kamen Regionalliga-Kaliber wie Sven Lennart Czyborra (27 Jahre, einst 18 Spiele in Italiens Serie A) oder Sven Sonnenberg (27, zuletzt Kapitän bei Drittligist Saarbrücken) dazu.
Beide sind gebürtige Berliner, genauso wie Sturmrakete Emeka Oduah (24). Den "klaute" die VSG vom direkten Konkurrenten Carl Zeiss Jena.
Der von den Namen wohl prominenteste Kader der Staffel soll nahezu komplett sein. Altglienicke will es wissen, arbeitet unter dem zum Chefcoach beförderten Dan Twardzik (35) so professionell wie noch nie an der 3. Liga.
Dankt es der frühe Vogel mit dem Aufstieg?
Titelfoto: Bildmontage: VSG Altglienicke Instagram (2)

