Völkerwanderung in Regionalliga! Erfolgsteam siedelt nach Aufstieg zum Lokalrivalen über

Berlin/Stahnsdorf - Eine solche Völkerwanderung kennt man sonst nur aus der Kreisliga oder von Bienen! Nach Patrick Hinze (40), Aufstiegstrainer des brandenburgischen RSV Eintracht, wechselt nahezu die komplette Erfolgself des Regionalliga-Neulings zu Lokalrivale Hertha 03 Zehlendorf nach Berlin.

Hier bejubelt die Truppe noch den Aufstieg des RSV Eintracht, künftig wechselt der Großteil der Erfolgself zu Hertha Zehlendorf.  © IMAGO / PIC ONE

Dies erfuhr TAG24 aus gut informierten Branchenkreisen. Öffentlich verkündet sind bereits die Transfers von Abwehrboss Saheed Mustafa (31), Ex-Aue-Profi Louis Samson (30) und Nordost-Ikone Matthias Steinborn (37).

Doch das ist nicht alles! Nach TAG24-Infos haben fünf weitere Aufstiegshelden von Stahnsdorf bei der "kleinen Hertha" unterschrieben und folgen dem Beispiel ihres Trainers Hinze.

Namentlich sind das Stammkeeper Liam Brenn (20), Mittelfeldroutinier Leon Hellwig (35), Flügelflitzer Dominik Kruska (27), Torrakete Till Plumpe (25) und RSV-Urgestein Luca Krüsemann (29).

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Summa summarum macht das acht auf einen Streich, plus den Cheftrainer - ein in diesen Gefilden beispielloser Vorgang.

Zumal Zehlendorf - im Gegensatz zu Stahnsdorf - kommende Serie NICHT in der Regionalliga spielt.

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Regionalliga Nordost: RSV Eintracht läuft das Erfolgsteam nach Aufstieg weg, Hertha Zehlendorf greift zu

Auch Nordost-Ikone Matthias Steinborn (37, l.) folgt seinem Trainer Patrick Hinze (40, r.) nach Zehlendorf.  © IMAGO / PIC ONE

Den Stein ins Rollen gebracht hatte Hinze selbst, dessen Wechsel nach 15 Jahren als Spieler und Trainer des RSV, Mitte Mai bekannt wurde.

Seine Defensivzentrale aus Mustafa und Samson nahm er praktisch mit. Als ihre Wechsel innerhalb der Stahnsdorfer Kabine die Runde machten, schlossen sich ihnen Steinborn und Co. noch vor dem letzten Spieltag an.

Bemerkenswert: Zu dem Zeitpunkt stand der RSV längst als Regionalliga-Aufsteiger fest, dennoch entschied sich Hinzes Horde für die semiprofessionelle NOFV-Oberliga Nord anstelle der florierenden "Champions League des Ostens".

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Zu den Beweggründen dieser Völkerwanderung dringen nur spärlich Informationen durch: Während Zehlendorf offensiv auf seinen Instagram-Kanal "den Weg zurück" ausruft, gibt sich Stahnsdorf öffentlich bewusst oder unbewusst - deutlich defensiver.

Nach dem Aufstieg stand zunächst im Raum, ob die Brandenburger überhaupt die Zulassung für die 4. Liga erhalten. Vor allem die hauseigene Sportstätte in Stahnsdorf ist nicht Regionalliga-tauglich.

Thomas Franke folgt auf Patrick Hinze beim RSV Eintracht

Thomas Franke (38. M.) geht das Abenteuer Regionalliga als neuer Cheftrainer des RSV Eintracht an.  © instagram.com/rsv_eintracht_1949_fussball

Zugleich liegt die Zehlendorfer Spielstätte nur einen Katzensprung (knapp zehn Kilometer) vom Stahnsdorfer Sportplatz entfernt. Für Hinzes Horde ist der "Umzug" also ein Leichtes.

In der Szene ist darüber hinaus immer wieder von organisatorischen und strukturellen Hürden die Rede, die den RSV auf dem Weg ins erstmalige Abenteuer Regionalliga begleiten.

Immerhin: In der Vorwoche stellten die Brandenburger Thomas Franke (38, zuvor TSG Neustrelitz) als Nachfolger Hinzes vor.

Welche Spieler des Aufstiegskaders er in der Regionalliga überhaupt noch zur Verfügung hat, ist infolge der Massen-Abwanderung nach Zehlendorf ein fettes Fragezeichen.

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