Last-Minute Drama bei Union: Eiserne spät bestraft, Fans fallen nach Kopf-Crash wieder negativ auf

Berlin - Irre Schlussminuten in der Alten Förster! Union Berlin sah lange Zeit wie der sichere Sieger aus, wurde aber noch ganz spät von Heidenheim bestraft. Gegen den Tabellenletzten mussten sich die Köpenicker nach einem Last-Minute-Drama mit 1:2 (1:0) geschlagen geben - und das, obwohl Rani Khedira getroffen hat.

Sowohl Niklas Dorsch (r.) als auch Julian Niehues bleiben benommen liegen.
Sowohl Niklas Dorsch (r.) als auch Julian Niehues bleiben benommen liegen.  © IMAGO / Contrast

Der Abräumer wird noch zum Goalgetter. Mit seinem wuchtigen Treffer erzielte er bereits sein drittes Saisontor. Schon eine Woche zuvor erzielte er das entscheidende Tor. Jetzt traf er schon wieder.

Bislang galt die Eiserne Regel: Trifft Khedira, gewinnt Union. Diese Serie ist nun gerissen, weil Heidenheim ganz spät noch einmal aufdrehte. Stefan Schimmer erzielte in der 90. Minute den Ausgleich, dann stach Jan Schöppner mit der Schlusssekunde den Eisernen ins Herz.

Das Spiel aber begann mit einer Schrecksekunde. Kaum hatten die Anhänger das kollektive Schweigen beendet, da rasselten die beiden Heidenheim-Profis Niklas Dorsch und Julian Niehues zusammen.

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Beide gingen sofort zu Boden. Vor allem Niehues hatte es hart erwischt. Während Dorsch sich wieder aufrappeln konnte, musste der 24-Jährige fünf Minuten lang behandelt werden. Die Ärzte mussten erstmal die Blutung stoppen.

Einen Teil der Union-Fans dauerte das aber zu lange. Sie fielen erneut mit "Steh auf, du Sau"-Rufen negativ auf.

Rani Khedira bringt Union in Führung: Heidenheim hat das letzte Wort

Rani Khedria (2.v.r.) wird noch zum Goalgetter.
Rani Khedria (2.v.r.) wird noch zum Goalgetter.  © Soeren Stache/dpa

Ähnliches spielte sich schon in Leverkusen ab, als Alejandro Grimaldo begleitet von Schmähgesängen verletzt vom Platz gebracht werden musste. Diesmal aber musste Steffen Baumgart nicht eingreifen.

Der überwiegende Teil im Stadion quittierte die Schmähgesänge mit Pfiffen. Die gute Nachricht: Beide konnten weitermachen.

Die Gäste können sie auch gut gebrauchen. Zwar trafen sie zu Beginn der Partie noch die Latte, im Laufe des Spiels aber hatte Union klar Oberwasser. Die Folge: das nicht unverdiente 1:0 kurz vor der Pause. Wieder war es Rani Khedira, der einen zweiten Ball wuchtig ins Netz beförderte.

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Heidenheim wollte es im zweiten Durchgang noch einmal wissen. Das Schlusslicht der Liga wehrte sich gegen die drohende Niederlage, vorne fehlte aber der letzte Punch. Bis zur 90. Minute fehlten die Lösungen, dann aber begann die irre Schlussphase. Erst veredelte Schimmer einen Angriff zum Ausgleich, dann nickte Schöppner mit Schlusspfiff die Ecke zum Auswärtssieg ein.

Heidenheim bleibt damit der Angstgegner der Eisernen. Noch nie konnten sie in der Liga gegen den FCH gewinnen.

Erstmeldung um 16.25 Uhr, aktualisiert um 17.39 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: Soeren Stache/dpa, IMAGO / Contrast

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