Union Berlin verspielt Rekordsieg nach Aufholjagd gegen Heidenheim

Berlin - Union Berlin hat mit einem 2:2 (2:1)-Remis im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim nach einer Aufholjagd in der ersten Halbzeit doch noch die neue Rekordmarke verspielt.

Robin Gosens bejubelt den Ausgleichstreffer für Union Berlin - sein erstes Tor in der Alten Försterei.
Robin Gosens bejubelt den Ausgleichstreffer für Union Berlin - sein erstes Tor in der Alten Försterei.  © Andreas Gora/dpa

Die Eisernen hätten in der Bundesliga den fünften Heimsieg in Folge feiern können - eine Marke, die nicht einmal der langjährige Erfolgstrainer Urs Fischer knacken konnte.

Kurz vor der Pause drehten die Hausherren mehr oder weniger aus dem Nichts die Partie mit einem Doppelschlag und lagen zwischenzeitlich auf Rekordkurs.

Zuerst sorgte Robin Gosens nach einem Freistoß von Josip Juranovic elegant mit dem linken Außenrist für den Ausgleich (44. Minute), bevor der Nationalspieler in der Nachspielzeit die Führung mit einem Ballgewinn im Mittelfeld einleitete.

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Andras Schäfer knallte die Kugel kurz darauf zum 2:1 in die Maschen (45.+2). Es war sein erster Saisontreffer. Das Kunstleder wurde dabei noch entscheidend von Brenden Aaronson abgefälscht.

Dabei musste die Bjelica-Truppe schon früh einen herben Rückschlag verdauen, denn die Heidenheimer erwischten einen Blitzstart und nutzten einen Fehler in der Hintermannschaft der Eisernen aus.

Andras Schäfer (l.) und Robin Gosens haben mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause die Eisernen auf die Siegerstraße gebracht.
Andras Schäfer (l.) und Robin Gosens haben mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause die Eisernen auf die Siegerstraße gebracht.  © Andreas Gora/dpa

Union Berlin dominiert zweite Hälfte, aber vergibt Heimsieg ausgerechnet nach eigener Ecke

Nach einem kampfbetonten Spiel muss sich Union Berlin mit einem Unentschieden zufriedengeben.
Nach einem kampfbetonten Spiel muss sich Union Berlin mit einem Unentschieden zufriedengeben.  © Andreas Gora/dpa

Nikola Dovedan ersprintete eine falsch getimte Kopfball-Rückgabe von Kevin Vogt und hatte nach drei Zeigerumdrehungen keine Probleme, die Kugel im Eins gegen Eins zur Gästeführung an Frederik Rönnow vorbeizuschieben.

In der zweiten Hälfte war der Hauptstadtklub dann besser im Spiel. Die erfolgreiche Aufholjagd hatte das Selbstvertrauen bei den Köpenickern sichtlich gesteigert.

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften den Weg nach vorn suchten, wobei die Berliner im Überschwang der Führungs-Gefühle wohl ein wenig zu offensiv dachten und bei einer eigenen Ecke die Restverteidigung sträflich vernachlässigten.

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Eren Dinkci kloppte die Pille in der 71. Minute mehr oder weniger blind Richtung Unioner Strafraum, wo Jan-Niklas Beste plötzlich allein vor Rönnow auftauchte und den Keeper problemlos mit einem Heber zum Ausgleich überwand.

In der Schlussphase warfen die Eisernen noch einmal alles nach vorn, um doch noch den Dreier einzufahren, mussten sich letztendlich aber mit der Punkteteilung begnügen.

Statistik zum Bundesliga-Spiel zwischen Union Berlin und dem 1. FC Heidenheim

Bundesliga, 23. Spieltag

1. FC Union Berlin - 1. FC Heidenheim 2:2 (2:1)

Aufstellung 1. FC Union Berlin: Rönnow - Doekhi, Knoche, Vogt - Juranovic (72. Trimmel), Khedira, Gosens (81. Roussillon) - Tousart (90. Kral), Schäfer - Hollerbach (72. M. Kaufmann), B. Aaronson (81. Vertessen)

Aufstellung 1. FC Heidenheim: K. Müller - Traoré, Mainka, Gimber, Föhrenbach (72. Theuerkauf) - Maloney (83. Siersleben) - Dinkci, Schöppner (64. Beck), Dovedan (64. Pieringer), Beste (72. K. Sessa) - Kleindienst

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Dovedan (3.), 1:1 Gosens (44.), 2:1 Schäfer (45.+2), 2:2 Beste (71.)

Gelbe Karten: Gosens (5), Juranovic (2) / Traoré (3)

Erstmeldung vom 24. Februar, 16.47 Uhr. Aktualisiert um 17.26 Uhr.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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