Berlin - Die Spatzen haben es schon länger von den Dächern in der Alten Försterei gepfiffen - jetzt ist es offiziell: Union Berlin hat einen neuen Nationalspieler in seinen Reihen.
Der tunesische Fußballverband (FTF) hat Rani Khedira (32) bei Instagram mit viel Pathos als neuen "Adler von Karthago" vorgestellt, wie die Nationalmannschaft aus dem Land in Nordafrika genannt wird.
Auf dem Foto posiert der Mittelfeldmotor der Eisernen als karthagischer Krieger - mit Rüstung, Schwert und Umhang - vor antiker Kulisse. Natürlich darf auch der Adler auf der Schulter nicht fehlen - KI lässt grüßen.
"Willkommen zu Hause", begrüßt der Verband den 32-Jährigen in seinen Reihen. Khedira wurde am 27. Januar 1994 in Stuttgart geboren und verfügt auch über die tunesische Staatsbürgerschaft.
Bis zur U19 durchlief Rani sämtliche Jugendmannschaften beim DFB, wurde aber nie fürs A-Team berücksichtigt. Jetzt also noch der späte Verbandswechsel - pünktlich zur WM in Kanada, Mexiko und den USA. Der Traum von der fußballerischen Weltbühne lebt und ist größer denn je.
Der tunesische Fußballverband stellt Rani Khedira bei Instagram als neuen Nationalspieler vor
Rani Khedira mit sofortiger Wirkung tunesischer Nationalspieler
"Der tunesische Fußballverband fühlt sich geehrt, Sportpublikum und Medienvertreter darüber zu informieren, dass das Fußballgericht des internationalen Fußballverbands (FIFA) heute offiziell den Wechsel der sportlichen Zugehörigkeit von Rani Khedira genehmigt hat", teilte der FTF am Donnerstag mit.
Und weiter: "Der Spieler ist mit sofortiger Wirkung berechtigt, die Nationalmannschaft von Tunesien zu vertreten." Heißt im Klartext, dass der Union-Star bereits Ende März erstmals das tunesische Trikot überstreifen könnte, wenn in der anstehenden Länderspielpause Partien gegen Haiti und Co-Gastgeber Kanada auf dem Programm stehen.
Dann geht es für den jüngeren Bruder von Weltmeister Sami Khedira (38) darum, sich für den WM-Kader zu empfehlen. Dabei wird er voraussichtlich auf seine Bundesliga-Kollegen Ellyes Skhiri (30, Eintracht Frankfurt) und Ismael Gharbi (21, FC Augsburg) sowie Zweitliga-Kicker Elias Saad (26, Hannover 96) treffen.
Tunesien tritt bei der WM 2026 in Gruppe F gegen die Niederlande und Japan sowie den Gewinner aus dem UEFA-Play-off B, also entweder Ukraine, Schweden, Polen oder Albanien, an - dann hoffentlich mit Rani Khedira als Antreiber im Mittelfeld.