Fans lauern Bayer-Leihgabe auf, dann kassiert das Sturmjuwel eine Kopfnuss!

Majadahonda (Spanien) - Gemeine Attacke auf Sturmjuwel Iker Bravo (19)! Das derzeit an Real Madrid verliehene Bayer-Talent erlebte beim Gastauftritt der königlichen Jugendauswahl in Majadahonda sein blaues Wunder, als ein Fan ihm eine Kopfnuss verpasste.

Iker Bravo (19) wechselte 2021 aus der Barça-Jugend zu Bayer 04 Leverkusen und ist derzeit an Real Madrid ausgeliehen.
Iker Bravo (19) wechselte 2021 aus der Barça-Jugend zu Bayer 04 Leverkusen und ist derzeit an Real Madrid ausgeliehen.  © David Inderlied/dpa

Wie das spanische Sportportal Relevo berichtet, musste der junge Knipser bereits während des 4:2-Auswärtserfolgs der U19-Mannschaft der "Blancos" am Sonntag im madrilenischen Vorort zahlreiche Beleidigungen von den Tribünen über sich ergehen lassen.

Doch nach dem Abpfiff sollen ein paar Fans dann über die Grenzen der verbalen Anfeindung hinausgegangen sein. Demnach habe eine Gruppe im Anschluss der Partie auf den 19-Jährigen gewartet und ihn auf dem Weg zum Bus zunächst erneut mit Schmährufen verhöhnt. Unter anderem sollen sie den Real-Kicker einen "Clown" genannt haben.

Bravo habe die Krawallmacher nur angeschaut, jedoch nicht auf die provozierenden Kränkungen reagiert und stattdessen einen Bekannten gegrüßt.

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Das sei allerdings genug gewesen, um die Situation eskalieren zu lassen. Laut dem Bericht steuerte ein feindseliger Anhänger in der Folge auf ihn zu - und attackierte ihn mit einem Kopfstoß!

Daraufhin hätten die Mitarbeiter des Spitzenklubs umgehend eingegriffen und den Youngster in Sicherheit gebracht. Glücklicherweise kam der spanische U19-Nationalangreifer demzufolge mit dem Schrecken und ohne ernsthafte Verletzungen davon.

Iker Bravo debütierte bereits mit 16 Jahren für Bayer Leverkusen in der Bundesliga

Schon frühe gelang Iker Bravo (19, r.) der Durchbruch zu den Bayer-Profis. Im Moment stagniert seine Karriere allerdings.
Schon frühe gelang Iker Bravo (19, r.) der Durchbruch zu den Bayer-Profis. Im Moment stagniert seine Karriere allerdings.  © Tim Rehbein/dpa

Nach Angaben der Königlichen ständen derartige Beschimpfung für den gebürtigen Katalanen bei den meisten Gastspielen auf der Tagesordnung.

Bravo hoffe allerdings, dass die Gewalttat ein Einzelfall bleibe. Er wolle weiterhin sein Bestes geben und sei im Kopf schon beim Spiel am nächsten Samstag gegen Unión Adarve.

Der Mittelstürmer feierte bereits im Alter von gerade einmal 16 Jahren sein Bundesligadebüt für die Werkself gegen Hertha BSC. In der Saison 2021/22 wurde er darüber hinaus auch in der zweiten DFB-Pokalrunde gegen den Karlsruher SC eingewechselt.

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Der ganz große Durchbruch blieb dem Teenie anschließend jedoch verwehrt, weshalb Bayer Leverkusen ihn im Sommer 2022 nach Madrid verlieh.

Dort sollte er im Castilla-Team von Trainer und Stürmer-Legende Raúl (46), das in der drittklassigen Primera Federación antritt, Spielpraxis sammeln. Das gelang nur mit Abstrichen, vor der laufenden Spielzeit wurde er daher in die U19 zurückversetzt.

Dem Vernehmen nach soll Real zwar eine Kaufoption besitzen, im Moment deutet aber eher wenig auf eine feste Verpflichtung hin. Laut einem früheren Relevo-Bericht habe Madrid im vergangenen November hingegen sogar über einen frühzeitigen Leihabbruch nachgedacht.

Aller Voraussicht nach wird er im Sommer also vorerst zum Bundesliga-Spitzenreiter und dann vielleicht frischgebackenen Deutschen Meister zurückkehren.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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