Trotz 3:1-Erfolg in Frankfurt: Bayer-Abräumer Robert Andrich kritisiert Team
Von Maximilian Wendl
Frankfurt am Main/Leverkusen - Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen hat seine Erfolgsserie fortgesetzt, Kapitän Robert Andrich (31) ist aber dennoch nicht vollends zufrieden.
"In der Kabine, da freuen wir uns alle. Aber ich bin irgendwie nun mal so gepolt, ich kann das nicht überspielen, wenn ich das Gefühl habe, dass das noch nicht ausreichend ist", sagte der 31-Jährige nach dem 3:1-Erfolg der Werkself bei Eintracht Frankfurt. Er habe das Gefühl, dass da aus Bayer-Sicht noch mehr gehe.
Nach einer komfortablen 2:0-Pausenführung machte Leverkusen es bis in die Schlussphase hinein spannend - trotz einer 20-minütigen Überzahl.
"Da habe ich mich gefragt, ob wir einer weniger sind", sagte Andrich. "Also grundsätzlich hat sie uns erst mal geholfen. Aber wir haben natürlich dann auch nicht gezeigt, dass wir jetzt einer mehr sind."
In der Anfangsphase war Andrich selbst in eine strittige Szene verwickelt. Er berührte Eintracht-Angreifer Arnaud Kalimuendo (24) und gestand später: "Ich hätte mich jetzt nicht großartig beschwert, wenn er ihn gegeben hätte und ich wäre auch der Meinung gewesen, dass er ihn dann gibt, wenn er rausgeht."
Gemeint war Schiedsrichter Robert Schröder (36), der sich jedoch auch nach Begutachtung der TV-Bilder gegen einen Strafstoß entschied.
Bayer geht nun mit Selbstvertrauen in das DFB-Pokalspiel am Dienstagabend gegen den FC St. Pauli. Ob in diesem Duell Ibrahim Maza (20) mitwirken kann, ist offen. In Frankfurt fehlte der Kreativspieler mit leichten Knieproblemen.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
