5 Spiele, 16 Tore: BVB mit nächstem Mega-Sturmtalent!

Dortmund - Youssoufa Moukoko (17). Bradley Fink (19). Julian Rijkhoff (17). Und nun auch noch Paris Brunner (16). Borussia Dortmund bringt ein Mega-Sturmtalent nach dem anderen hervor.

Paris Brunner (16, r.) kommt momentan gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus. Am gestrigen Samstag schoss er die deutsche U17-Nationalmannschaft mit einem Doppelpack zum 2:0-Sieg. (Archivfoto)
Paris Brunner (16, r.) kommt momentan gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus. Am gestrigen Samstag schoss er die deutsche U17-Nationalmannschaft mit einem Doppelpack zum 2:0-Sieg. (Archivfoto)  © imago/eibner

Letztgenannter lief zu Saisonbeginn für die U17 auf und ist in allen drei B-Junioren Bundesliga-Staffeln noch immer der beste Torjäger. Der 1,85 Meter große Angreifer erzielte in gerade mal fünf Einsätzen satte 16 (!) Treffer.

Ein Fünferpack, drei Dreierpacks, ein Zweierpack plus Vorlage sind die Bilanz des deutschen U17-Nationalspielers, der dank seiner erstklassigen Quote bereits in die U19 hochgezogen wurde. In der Youth League gelang ihm in vier Partien "nur" ein Tor, in der A-Jugend Bundesliga war er direkt bei seinem Debüt der entscheidende Mann.

Zwar tat sich der BVB beim 2:1-Sieg gegen den aufmüpfigen Bonner SC schwer, Brunner glänzte jedoch mit einer Bude und einem Assist. Wettbewerbs- und jahrgangsübergreifend kommt der veranlagte Offensivmann in 13 Begegnungen auf 19 Tore und zwei Vorlagen.

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Wenig verwunderlich, dass er auch in der Nationalmannschaft zu den Unterschiedsspielern zählt. Die spielt unbemerkt von der großen Öffentlichkeit gerade die EM-Qualifikation aus.

Am 19. Oktober siegte man klar mit 4:0 gegen Moldawien, wo Brunner einmal netzte. Am gestrigen Samstag tat sich das DFB-Team gegen Lettland schwer, doch der Dortmunder Angreifer führte sein Team mit einem Doppelpack zum 2:0-Erfolg.

DFB-U17-Nationalcoach Christian Wück (49, 2.v.r.), hier beim B-Junioren Bundesliga-Spiel am 13. August 2022 zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV (1:2) im Gespräch mit dem Berliner Nachwuchsabteilungsleiter Pablo Thiam (48, r.), setzt auf Paris Brunner (16, nicht im Foto).
DFB-U17-Nationalcoach Christian Wück (49, 2.v.r.), hier beim B-Junioren Bundesliga-Spiel am 13. August 2022 zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV (1:2) im Gespräch mit dem Berliner Nachwuchsabteilungsleiter Pablo Thiam (48, r.), setzt auf Paris Brunner (16, nicht im Foto).  © Stefan Bröhl

Paris Brunner macht für den BVB und die deutsche U17-Nationalelf oft den Unterschied aus

Paris Brunner (16) ist das nächste große Sturmtalent von Borussia Dortmund und hat eine bemerkenswerte Quote.
Paris Brunner (16) ist das nächste große Sturmtalent von Borussia Dortmund und hat eine bemerkenswerte Quote.  © IMAGO/Patrick Ahlborn

Damit steht die Truppe von Trainer und vom 168-maligen Bundesliga-Angreifer Christian Wück (49) bereits vor dem letzten Spiel gegen die Slowakei (25. Oktober, 12 Uhr) als Teilnehmer an der Eliterunde fest (März 2023) fest.

Wird man hier Gruppensieger oder landet unter den sieben besten Zweitplatzierten, nimmt man an der U17-Europameisterschaft teil (17. Mai bis 2. Juni 2023 in Ungarn). In der Eliterunde wird Wück wohl erneut auf Brunner setzen.

Doch was macht den Angreifer so gut, dass ihn keine (Jugend-)Verteidigung ausschalten kann? Der frühere Spieler von Rot-Weiss Essen und vom VfL Bochum ist pfeilschnell, körperlich bereits erstaunlich weit, physisch robust, zielstrebig, vor dem Tor bereits (im Vergleich zu Gleichaltrigen) abgezockt, hat ein gutes Gespür für Räume und verfügt darüber hinaus über eine exzellente Schusstechnik.

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Er vereint also eine Kombination von Fähigkeiten in sich, die man sehr selten findet. Zwar muss er sich noch in jedem Bereich weiterentwickeln, wenn er in den nächsten Jahren den Sprung zu den Profis schaffen möchte, doch seine herausragenden Anlagen sind schon jetzt unübersehbar.

Deshalb verwundert es nicht, dass Dortmund den Deutschen mit Wurzeln in der Demokratischen Republik Kongo bereits mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2025 ausgestattet hat.

Titelfoto: IMAGO/Patrick Ahlborn

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