Riesenzoff mit Marco Reus? Droht dem BVB der Bruch mit einer Identifikationsperson?

Dortmund/Marbella - In Dortmund geboren, beim BVB das Fußballspielen erlernt und jetzt Kapitän der Borussen. Eine bessere Fußballromanze hätte auch kein Autor schreiben können. Marco Reus (33) verkörpert Borussia Dortmund wie kein Zweiter und doch droht jetzt der große Knall!

Seit Reus' Verletzung im Revierderby gegen den FC Schalke 04 plagten ihn Probleme mit dem Fuß.
Seit Reus' Verletzung im Revierderby gegen den FC Schalke 04 plagten ihn Probleme mit dem Fuß.  © Bernd Thissen/dpa

Der Vertrag des 33-Jährigen läuft am Ende der laufenden Saison nach insgesamt elf Jahren aus. Eine Verlängerung ist aktuell nicht in Sicht, im Gegenteil.

Die Fronten wirken verhärtet, denn so wirklich soll laut einem Bericht von "Sport1" noch niemand über den Mittelfeldspieler über ein weiteres Engagement gesprochen haben.

Vielmehr kümmerte sich der BVB zuletzt (auch öffentlich) um die Vertragsangelegenheiten von Top-Talent Youssoufa Moukoko (18). Dort kam es am Freitag offenbar zum Durchbruch.

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Jetzt könnten und sollten die Verantwortlichen der Borussia sich dringend um das Arbeitspapier ihres Kapitäns kümmern, denn die Stimmung droht zu kippen!

Zuletzt äußerte sich der 33-Jährige öffentlich zu seinem auslaufenden Vertrag und gab zu, dass er sich erstmal nach einem neuen Verein umsehen würde.

"Um solche Dinge zu klären, habe ich einen Berater. Natürlich schaue ich voraus, ich habe noch ein halbes Jahr Vertrag. Es wäre falsch, wenn ich mir keine Gedanken machen würde", so Reus. Dass sich die Identifikationsperson der Dortmunder zu so einer Aussage hinreißen lässt, ist ungewöhnlich, aber zeigt klar, dass der Rechtsfuß alles andere als zufrieden mit dem Umgang mit ihm ist.

Trennung im Sommer nicht ausgeschlossen - lose Gespräche wohl im Trainingslager des BVB in Marbella geführt

Wie denkt Marco Reus (33) selbst über das Vertragsdilemma? Er soll verärgert sein, dass der BVB bislang keine wirklichen Gespräche mit ihm geführt hat.
Wie denkt Marco Reus (33) selbst über das Vertragsdilemma? Er soll verärgert sein, dass der BVB bislang keine wirklichen Gespräche mit ihm geführt hat.  © Marco Steinbrenner/dpa

Für einen Abschied der Vereinsikone im Sommer muss schon sehr viel passieren, aber eine Verlängerung von Marco Reus sollte keineswegs als selbstverständlich erachtet werden!

Klar, Reus liebt Dortmund, wo er gemeinsam mit seiner Frau und Tochter in einem Haus lebt. Er liebt nicht nur die Stadt, genauso den Verein. Viele Wegbegleiter sind sich sicher, sollte der 33-Jährige jemals nochmal für einen anderen Verein spielen, bekäme er wohl ganz schnell Heimweh.

Der gebürtige Dortmunder ist das Gesicht des BVB! Seine Trikots im Fanshop: Verkaufsschlager. Er ist der Spieler, wenn die Fans der Borussia an Identifikation denken und sein Gesicht dürfte bei einigen Anhängern sogar als Tattoo auf dem Körper zu finden sein.

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Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er mit einem geschätztem Jahresgehalt von knapp 12 Millionen Euro zu den Topverdienern im Verein zählt. Für den verletzungsanfälligen Profi, der auf sein Karriereende schielt, eine Menge Geld. Genau das wird der Angelpunkt bei den Vertragsgesprächen. Reus soll laut Medienberichten auf Gehalt verzichten, der BVB will ihm einen leistungsbezogenen Vertrag anbieten.

Im Trainingslager in Marbella soll es derweil erste Gespräche zwischen Sportdirektor Sebastian Kehl und dem Mittelfeldspieler gegeben haben. Es kommt so langsam also Bewegung in den Reus-Poker, hoffentlich mit einem positiven Ende für beide Seiten.

Titelfoto: Marco Steinbrenner/dpa

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