Chemie Leipzig feiert nach gefühltem Heimspiel: Ratifo schießt Grün-Weiß weit weg vom Abstieg

Meuselwitz - Aufatmen bei Chemie Leipzig, der Klassenerhalt ist fast geschafft! Die Sachsen setzten sich am Sonntag zum gefühlten Heimspiel vor knapp 2500 Grün-Weißen Fans in Meuselwitz hochverdient mit 4:0 (3:0) durch und haben nun fünf Zähler Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz. Mann des Spiels war eindeutig Stürmer Stanley Ratifo, dem ein Viererpack gelang!

Schon früh im Spiel konnte die BSG Chemie Leipzig zum ersten Mal jubeln.  © BSG Chemie Leipzig / Christian Donner

Viel besser hätte die Partie für die Gäste gar nicht beginnen können. Cyrill Akono setzte sich nach drei Minuten rechts durch und gab überlegt in die Mitte an Ratifo, der erst an Lukas Sedlak scheiterte, den Nachschuss aber zum 1:0 im Netz unterbrachte.

Nach dem Blitzstart wurde es ruhiger auf dem Feld. Chemie überließ den Hausherren das Spiel, lauerte aber selbst auf Konter.

In der 14. Minute hätte es aber auch durchaus schon 2:0 stehen können. Doch Marc Enke brachte seinen Kopfball nach einem Freistoß nicht im Kasten unter.

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So lässt sich auch die übrige erste Halbzeit beschreiben: Meuselwitz hatte mehr von der Partie, Grün-Weiß war vor dem Tor gefährlicher - und damit erfolgreich. In der 25. Minute erhöhte Ratifo auf 2:0, nachdem er nach einer Ecke von rechts am zweiten Pfosten lauerte und nur noch einschieben musste.

Danach plätscherte die Begegnung etwas vor sich hin. Alles war schon auf ein 2:0 zur Pause eingestellt, da klingelte es noch einmal im ZFC-Kasten. Wieder war es Ratifo, der einen Foulelfmeter per Panenka mittig oben verwandelte. Zuvor hatte Sedlak Akono umgerannt, weswegen es Strafstoß gab (45.).

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Chemie Leipzig hat gegen Meuselwitz alles im Griff

Stanley Ratifo machte sich mit seinem Viererpack zum Mann des Spiels.  © BSG Chemie Leipzig / Christian Donner

Das Halbzeitergebnis war natürlich schon fast eine Vorentscheidung. Aber die BSG ging dann doch lieber auf Nummer sicher und machte auch noch den vierten Treffer. Und wer anders als Ratifo hätte die Bude machen können?

Der Angreifer stand bei einem Angriff über links goldrichtig und musste wieder nur einschieben, als die Pille nach einer Abwehraktion mehr oder weniger rechts zufällig vor seine Füße flog (51.).

Spätestens jetzt ging es nur noch um die Höhe des Chemie-Siegs. Der ZFC war bemüht, zumindest zum Ehrentreffer zu kommen und tat spätestens nach dem 0:4 deutlich mehr für ein mögliches Tor.

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Letztendlich passierte aber nichts mehr wirklich Aufregendes. Grün-Weiß durfte sich über ein erfolgreiches Auswärtsspiel freuen. Am kommenden Freitag geht es dann gegen den FC Eilenburg im AKS.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 32 59:27 68
2 FC Carl Zeiss Jena 32 61:35 66
3 FSV Zwickau 32 49:41 61
4 Hallescher FC 32 58:34 60
5 FC Rot-Weiß Erfurt 32 63:43 58
6 VSG Altglienicke 32 48:39 49
7 Chemnitzer FC 32 51:48 47
8 BFC Preussen 32 48:53 47
9 1. FC Magdeburg II 32 53:46 46
10 FSV 63 Luckenwalde 32 35:43 42
11 Hertha BSC II 32 44:56 39
12 SV Babelsberg 03 32 60:58 38
13 BSG Chemie Leipzig 32 40:46 37
14 BFC Dynamo 32 42:48 36
15 Greifswalder FC 32 36:42 34
16 ZFC Meuselwitz 32 42:58 32
17 FC Eilenburg 32 33:60 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 32 26:71 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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