Leipzig - Wird am Montag endlich eine zufriedenstellende Lösung gefunden oder geht das Drama rund um die Regionalliga-Reform doch noch in die nächste Runde? Die BSG Chemie Leipzig, selbst teilnehmendes Team in der Regionalliga Nordost hat zu den jüngsten Entwicklungen klar Stellung bezogen.
Hintergrund: Am Montag soll über ein neues Modell abgestimmt werden, dass den Aufstieg von der Regionalliga in die 3. Liga künftig fairer macht.
Favorisiert von den meisten Klubs und im Grunde genommen einstimmig von den Fanszenen befürwortet, wird das sogenannte Kompassmodell.
Vier Tage vor dem geplanten Abstimmungstermin wurde das erarbeitete Konzept allerdings angepasst. Statt 20 sollen pro Staffel nur noch 18 Klubs antreten dürfen.
"Am 25.06.2026, vier Tage vor dem geplanten Abstimmungstermin, wurde den Nordost-Vereinen ein stillschweigend veränderter Entwurf des Kompassmodells zur Abstimmung untergeschoben. Wie die Änderung von 20er- auf 18er-Staffeln zustande gekommen ist und wie sie begründet sein soll, ist uns nicht kommuniziert worden. Dieses Maß an Intransparenz ist für uns nicht akzeptabel", zeigt sich Chemie nun verständlicherweise sauer.
Gerade für finanzschwächere Vereine, zu denen sich Chemie zählt, ein absoluter Nachteil, weil damit der Abstieg in die Oberliga schon nach der Saison 2027/28 droht. "Im Sinne der Solidarität mit den von der bestehenden, unfairen Aufstiegsregelung benachteiligten Klubs haben wir als Verein, für den ein Drittligaaufstieg derzeit noch ein Fernziel ist, das Kompassmodell mit 80 Mannschaften, also vier 20er-Staffeln unterstützt – obwohl ein Verbleib in der Viertklassigkeit für Chemie schon in dieser Ausgestaltung der Regionalliga eine noch größere Herausforderung als in den vergangenen Jahren wäre", so Grün-Weiß.
Die Aufstiegsreform der Regionalliga wackelt
Der Plan ist jetzt, wie viele andere Klubs vermutlich auch am Montag für das ursprünglich herausgearbeitete Kompassmodell zu stimmen.
"Wir stehen im Austausch mit unseren Mitstreitern in der Aufstiegsreform-Initiative und werden im Kampf um eine gerechte Lösung weiter an ihrer Seite stehen", so die Chemiker.
Fakt ist: Einen Tag vor der Abstimmung brennt es gewaltig, eine Einigung wackelt. Nicht auszudenken was passiert, wenn keine Lösung gefunden wird.
"Ein neuerliches Scheitern der Reformbemühungen unter diesen Umständen halten wir für geeignet, das Zusammenleben innerhalb der gesamtdeutschen Fußballlandschaft, zwischen den Verbänden und den Vereinen, aber auch zwischen den verschiedenen Regionen, auf irreparable Weise zu beschädigen", heißt es im Statement.