Chemie Leipzig vor dem letzten Schritt Richtung Neustart

Leipzig - Nach einer Saison voller Rückschläge, inklusive eines Trainerrauswurfs und der stetigen Angst, den Gang in die Oberliga antreten zu müssen, kann sich die BSG Chemie Leipzig am Freitagabend beim letzten Heimspiel dieser Spielzeit gegen den FC Eilenburg (19 Uhr) endgültig ans rettende Ufer schießen.

Am Freitag will die BSG Chemie Leipzig beim letzten Heimspiel der Saison noch einmal Jubeln dürfen.  © Roger Petzsche / PICTURE POINT

Dafür reicht im Grunde genommen eigentlich schon ein Unentschieden, da der fünf Zähler entfernte ZFC Meuselwitz das deutlich schlechtere Torverhältnis hat. In Leutzsch will man aber dennoch garantiert auf Nummer sicher gehen und den fast schon sicher abgestiegenen Konkurrenten aus der Regionalliga Nordost besiegen.

Auch, um nicht am letzten Spieltag beim ganz schweren Auswärtsspiel in Zwickau nicht doch noch Probleme zu bekommen.

Schon am Dienstag verkündete Grün-Weiß, dass die Begegnung am Freitag restlos ausverkauft ist. 4999 Zuschauer werden in den Alfred-Kunze-Sportpark strömen.

BSG Chemie Leipzig Heimspiel - aber nicht im AKS! Was haben die Fans der BSG Chemie Leipzig da vor?

Der Verein verkündete, dass die aktiven Chemie-Fans für ein geschlossenes Stadionbild etwas vorbereitet haben, man darf also gespannt sein.

Spätestens, wenn der Verbleib in der vierthöchsten Liga des deutschen Fußballs unter Dach und Fach gebracht ist, wird es Gespräche geben.

Trainer Alexander Schmidt (57), der die Mannschaft wieder auf Erfolgskurs gebracht und aus dem Tabellenkeller bis hin zum Derby-Sieg gegen Lok Leipzig geführt hat, drehte schon im Winter an einigen Stellschrauben, um den Kader zu verstärken. Ganz sicher ist aber die Planung, dass da im Sommer noch einiges passieren wird.

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Kein drittes Mal hintereinander Abstiegsangst bei der BSG Chemie Leipzig

Durch seine Tore hat sich Stanley Ratifo (31) zur Lebensversicherung der BSG Chemie Leipzig gemausert. Gegen Meuselwitz traf der Stürmer viermal.  © BSG Chemie Leipzig / Christian Donner

Denn zum dritten Mal hintereinander will der Klub garantiert keine Saison erleben, wo nur vor dem Abstieg gezittert wird.

Grün-Weiß will sich mindestens wieder im Mittelfeld festsetzen, vielleicht sogar mit einem Auge auf die oberen Plätze schauen.

Dafür wäre es natürlich gut, wenn wichtige Leistungsträger wie Stanley Ratifo (31) bleiben würden. Die Gespräche dahin laufen aber noch.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 32 59:27 68
2 FC Carl Zeiss Jena 32 61:35 66
3 FSV Zwickau 32 49:41 61
4 Hallescher FC 32 58:34 60
5 FC Rot-Weiß Erfurt 32 63:43 58
6 VSG Altglienicke 32 48:39 49
7 Chemnitzer FC 32 51:48 47
8 BFC Preussen 32 48:53 47
9 1. FC Magdeburg II 32 53:46 46
10 FSV 63 Luckenwalde 32 35:43 42
11 Hertha BSC II 32 44:56 39
12 SV Babelsberg 03 32 60:58 38
13 BSG Chemie Leipzig 32 40:46 37
14 BFC Dynamo 32 42:48 36
15 Greifswalder FC 32 36:42 34
16 ZFC Meuselwitz 32 42:58 32
17 FC Eilenburg 32 33:60 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 32 26:71 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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