"Für den Kopf eine Katastrophe, die Jungs waren nervös!" Das hat Nerven gekostet, BSG Chemie Leipzig
Leipzig - Da haben viele Fans der BSG Chemie Leipzig wieder Nerven lassen müssen! Die Sachsen setzten sich im Kellerduell der Regionalliga Nordost am Samstag zwar mit 4:2 gegen Schlusslicht Hertha Zehlendorf durch. Nachdem Grün-Weiß aber zunächst eine 2:0-Führung verspielt hatte, musste in Leutzsch gezittert werden.
"Das war für den Kopf natürlich eine Katastrophe. Das Spiel war kurz vorm Kippen, die Jungs waren nervös. Aber über die Phase sind wir zum Glück gut drübergekommen", analysierte Trainer Alexander Schmidt (57) nach Abpfiff die brenzlige Situation nach dem Doppelschlag zum 2:2 kurz nach der Pause.
Dass die Berliner, die schon im ersten Durchgang nicht wie ein Absteiger spielten, so noch einmal in die Partie finden würden, hätte im Alfred-Kunze-Sportpark vermutlich keiner so gedacht.
Nach dem 1:0-Erfolg der Greifswalder am Freitag gegen Altglienicke geht es wieder sehr eng zu in der Tabelle. Der mögliche Abstiegsplatz 16 kann in der Theorie noch an acht Klubs vergeben werden. Chemie brauchte den Sieg also dringend.
Die Erlösung kam kurz vor dem Ende: Was den Coach auch freute, war, dass er den richtigen Riecher hatte und mit dem Zweifachtorschützen Julius Hoffmann (21) den perfekten Joker einwechselte: "Es freut mich einfach für ihn. Er ist klassischer Mittelstürmer, da weiß man, wie er sich fühlt, wenn es mal nicht läuft. Ich hoffe, jetzt ist der Knoten geplatzt."
Geplatzt ist auch die Kein-Gegentor-Serie der Chemiker: "Ich glaube die Art und Weise, wie wir uns nach der Halbzeit die Treffer einfangen, das ist genau das, wo wir uns noch weiterentwickeln müssen. Trotzdem war es richtig, wie wir dann reagiert haben und dass wir dann das Spiel noch gezogen haben", so Keeper Marcel Bergmann (27), der seit dem 1:1 am 2. April gegen Altglienicke zum ersten Mal wieder hinter sich greifen musste.
Nächstes Kellerduell am kommenden Wochenende für die BSG Chemie Leipzig
Klar ist nach den Samstagsspielen, dass der FC Eilenburg bei drei ausstehenden Partien die Leipziger nicht mehr einholen kann. Der sichere Abstiegsrang 17 ist für die BSG also kein Thema mehr.
Der ZFC Meuselwitz, der zumindest bis zum Sonntag hinter die Chemiker gerutscht ist, ist am kommenden Wochenende der nächste Gegner der Grün-Weißen.
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche
