Drei Mal Doppelpack! Chemie Leipzig kurz geschockt, dann bebt der AKS!

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Leipzig - Wichtiger Sieg im Abstiegskampf für die BSG Chemie Leipzig am Samstagnachmittag! Grün-Weiß setzte sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen gegen Hertha Zehlendorf durch und siegte beim Kellerduell der Regionalliga Nordost im Alfred-Kunze-Sportpark mit 4:2 (2:0). In einem emotionsgeladenen Spiel gab es drei Mal einen Doppelpack. Aus Sicht der Hausherren glücklicherweise zwei davon für die Chemiker.

Die Fans der BSG Chemie Leipzig haben sich für das Heimspiel gegen Hertha Zehlendorf wieder eine tolle Choreo einfallen lassen.
Die Fans der BSG Chemie Leipzig haben sich für das Heimspiel gegen Hertha Zehlendorf wieder eine tolle Choreo einfallen lassen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Hauptverantwortlich für den Ersten war Stanley Ratifo. Der Nationalspieler Mosambiks sorgte nach einem Einwurf mit seinem 1:0 aus kurzer Distanz für den erlösenden Moment im Alfred-Kunze-Sportpark (29.).

Die Fans hatten noch nicht einmal zu Ende gejubelt, da steckte Ratifo nur eine Zeigerumdrehung später auf Mitspieler Kay Seidemann durch, der vor Keeper Alexios Dedidis cool blieb und rechts unten zum 2:0-Doppelschlag traf.

Schon zuvor hatten die Chemiker einige Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Cyrill Akono hatte bereits in der vierten Minute per Kopf die Latte getroffn. Ratifo wurde kurz vor seinem Treffer von der letzten Hertha-Reihe entscheidend geblockt.

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Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass die Gäste keinesfalls wie ein abgeschlagenes Schlusslicht spielten.

Grün-Weiß ließ im ersten Durchgang teilweise überraschend viel zu.

Niklas Doll per Freistoß (6.) oder auch Louis Schulze mit seinem Lattentreffer (42.) hatten durchaus die Chance, für mehr Spannung zu sorgen. Mit 2:0 ging es bei bestem Fußballwetter aber in die Kabinen.

Trotz aussichtsloser Tabellensituation wehrte sich Hertha Zehlendorf durchaus.
Trotz aussichtsloser Tabellensituation wehrte sich Hertha Zehlendorf durchaus.  © Picture Point / Roger Petzsche

Hertha Zehlendorf plötzlich wieder dran - doch dann kommt Julius Hoffmann

Mit dem 2:0 machte Kay Seidemann den Doppelschlag der Chemiker im ersten Durchgang perfekt.
Mit dem 2:0 machte Kay Seidemann den Doppelschlag der Chemiker im ersten Durchgang perfekt.  © Picture Point / Roger Petzsche

Vielleicht gar keine so große Überraschung nach Wiederbeginn: die Berliner belohnten sich endlich. Nasuhi-Noah Jones zog kurz vor dem Strafraum nach rechts und schloss ab. Die Kugel rauschte links unten ins Netz, keine Chance für Marcel Bergmann im Tor (48.).

Und wie Chemie in Halbzeit eins gelang auch Zehlendorf der Doppelschlag. Grün-Weiß etwas ungeordnet, ließ den eingewechselten Diren-Mehmet Günay ziehen, der eiskalt das 2:2 machte (50.).

Die Hausherren hatten jetzt ordentlich Wut im Bauch und stürmten auf den gegnerischen Kasten, um den Rückschlag schnell wieder zu egalisieren.

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Unterdessen musste Rudolf Sanin verletzungsbedingt raus und wurde durch Marc Enke ersetzt.

Spätestens ab der 60. Minute war es dann ein komplett ausgeglichenes Spiel. Man hatte das Gefühl, dass jederzeit auf beiden Seiten noch ein Tor fallen könnte. Die Chemiker blieben aber gerade unmittelbar vor dem Kasten zu harmlos.

Als viel schon für ein 2:2 sprach, war es wieder ein Doppelpack, der alles auf den Kopf stellte. Chemie Leipzig schraubte in Person des eingewechselten Julius Hoffmann in Minute 85 und 86 auf 4:2 hoch. Davon erholten sich die Hauptstädter nicht mehr und Chemie konnte sich über wichtige Punkte im Abstiegskampf freuen.

Chemie-Coach Alexander Schmidt zeigte sich fassungslos, wie seine Mannschaft die 2:0-Führung verspielte.
Chemie-Coach Alexander Schmidt zeigte sich fassungslos, wie seine Mannschaft die 2:0-Führung verspielte.  © Picture Point / Roger Petzsche

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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