Leipzig/Meuselwitz - "4 Siege in Folge – ist das wirklich noch unsere Chemie?!", schrieb die BSG Chemie Leipzig schon etwas selbstironisch nach dem 4:2-Sieg gegen Hertha Zehlendorf in den sozialen Netzwerken. Nach einer über weite Strecken gebrauchten Saison ist die Euphorie in Leutzsch zurück - und das könnte man am kommenden Wochenende einmal mehr sehen.
Grün-Weiß hat sich durch die letzten Erfolge mehr und mehr von den Abstiegsrängen entfernt, belegt aktuell Rang 14 und könnte am Sonntag (14 Uhr) beim Tabellennachbarn ZFC Meuselwitz den nächsten großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.
Eigentlich ist es ein Auswärtsspiel beim etwa 40 Kilometer entfernten Gegner. Ob der Eindruck aber tatsächlich entsteht, wenn die Partie am Sonntag angepfiffen wird, bleibt abzuwarten.
Die Chemie-Ultras haben bereits vor Tagen dazu aufgerufen, die bluechip-Arena Grün-Weiß zu färben. "Der eigentliche Gästeblock ist ausverkauft, also füllen wir den Rest des Stadions. Deckt euch schnellstmöglich mit Tickets für den Heimbereich ein", so der Aufruf.
5260 Zuschauer können maximal ins Rund. Wenn nicht gerade ein Top-Spiel wie gegen Rot-Weiß Erfurt auf dem Programm steht, kommen in der Regel nur einige Hunderte Fans zum Spiel. Gegen den BFC Dynamo Mitte April beispielsweise waren nur 438 Zuschauer da.
Die Fans der BSG reisten in jüngerer Vergangenheit schon mehr als zahlreich zu deutlich entfernteren Zielen an. Es könnte also voll werden in Meuselwitz. Allein der bereits ausverkaufte Gästebereich umfasst ja 1500 Plätze.
Spannender Abstiegskampf in der Regionalliga Nordost
Bei drei ausbleibenden Spielen ist der Abstiegskampf nach wie vor spannend ohne Ende. Hertha Zehlendorf ist als Letzter bereits weg und auch der FC Eilenburg auf Rang 17 hat nur noch geringe Chancen auf einen Verbleib.
Wer am Ende auf dem möglichen Abstiegsplatz 16 landen wird, ist allerdings noch vollkommen offen. Momentan hat der Greifswalder FC den Rang inne, was sich am kommenden Wochenende aber schon wieder ändern kann.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 31 | 58:24 | 68 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 31 | 59:34 | 63 | |
| 3 |
|
Hallescher FC | 31 | 57:30 | 60 | |
| 4 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 31 | 62:41 | 58 | |
| 5 |
|
FSV Zwickau | 31 | 47:40 | 58 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 31 | 47:37 | 49 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 31 | 49:47 | 44 | |
| 8 |
|
BFC Preussen | 31 | 45:52 | 44 | |
| 9 |
|
1. FC Magdeburg II | 31 | 51:46 | 43 | |
| 10 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 31 | 34:43 | 39 | |
| 11 |
|
Hertha BSC II | 31 | 44:55 | 39 | |
| 12 |
|
BFC Dynamo | 31 | 41:46 | 36 | |
| 13 |
|
SV Babelsberg 03 | 31 | 56:57 | 35 | |
| 14 |
|
BSG Chemie Leipzig | 31 | 36:46 | 34 | |
| 15 |
|
ZFC Meuselwitz | 31 | 42:54 | 32 | |
| 16 |
|
Greifswalder FC | 31 | 30:42 | 31 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 31 | 33:54 | 23 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 31 | 26:69 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.