CFC demontiert im Landespokal den FC Erzgebirge Aue und steht im Halbfinale

Chemnitz - Der Chemnitzer FC steht im Halbfinale des sächsischen Landespokals, für den favorisierten FC Erzgebirge Aue ist der Traum vom Pott ausgeträumt!

Bereits in der ersten Minute konnten die Himmelblauen nach dem frühen 1:0 jubeln.
Bereits in der ersten Minute konnten die Himmelblauen nach dem frühen 1:0 jubeln.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Vor 14.006 Zuschauern feierte der Regionalligist am Mittwochabend einen hoch verdienten 3:0 (2:0)-Heimsieg. Der Gast aus dem Lößnitztal, der von 1800 Fans begleitet wurde, enttäuschte auf der ganzen Linie und blieb in diesem Prestigeduell ohne echte Torchance.

Was war das für ein Auftakt! Seit über 400 Minuten warten die Chemnitzer in der Regionalliga auf ein Tor. Im Pokalkracher brauchten sie 29 Sekunden, da zappelte das runde Leder im Netz. Stephan Mensah legte mit dem Außenrist für Furkan Kircicek auf. Der vollendete aus fünf Metern.

Mensah hatte in der 9. Minute die zweite Einschusschance auf dem Fuß. Freistehend setzte er die Kugel rechts neben das Tor. Beim 20-Meter-Schuss von Kilian Pagliuca klärte Aue-Torwart Martin Männel mit einer Faust (11.). Drei Minuten später holte der Keeper den Ball zum zweiten Mal aus dem Netz.

Kapitän Müller geht beim CFC in das siebente Jahr: "Müssen demütig bleiben!"
Chemnitzer FC Kapitän Müller geht beim CFC in das siebente Jahr: "Müssen demütig bleiben!"

Chris Löwe schlug den Freistoß von der linken Seite an den Fünfmeterraum. Tim Campulka, der bis zur C-Jugend beim FC Erzgebirge spielte, stieg hoch und köpfte unhaltbar ein. Der Außenseiter führte - und das völlig zurecht.

Denn die Auer verschliefen die ersten 30 Minuten komplett. Das war nichts. Und sie hatten Glück, dass sie kein weiteres Tor kassierten. Nach Flanke von Robert Berger verpasste der einlaufende Pagliuca denkbar knapp. Mensah, der am langen Pfosten lauerte, verzog (26.).

Aue zieht nicht nach, der CFC macht den Sack in der 83. Minute zu

Auch in der zweiten Hälfte blieb eine Leistungssteigerung bei der Mannschaft von Aue-Coach Pavel Dotchev aus.
Auch in der zweiten Hälfte blieb eine Leistungssteigerung bei der Mannschaft von Aue-Coach Pavel Dotchev aus.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Als Antonio Jonjic CFC-Schlussmann Jakub Jakubov das erste Mal prüfte, waren schon 35 Minuten vergangen. Es blieb die einzige torgefährliche Aktion der Gäste in der ersten Halbzeit, weil Chemnitz leidenschaftlich und aufopferungsvoll verteidigte.

Kilian Pagliuca, der kurz vor der Pause an der Seitenlinie klärte und anschließend über den Beton schlitterte, kehrte nach kurzer Behandlungspause auf den Rasen zurück. In diesem Derby gibt’s keinen Schmerz!

Von den Gästen kam auch nach dem Seitenwechsel keine Leistungssteigerung. Mit zwei Riesenparaden hielt Männel in der 57. und 73. Minute den Drittligisten im Spiel. Erst kratzte der Torhüter den Kopfball von Tobias Müller sensationell von der Linie. Dann verhinderte er im direkten Duell mit Felix Brügmann den Einschlag.

Nach 17 Jahren beim CFC: Stanley Keller stürmt jetzt für diesen Traditionsverein!
Chemnitzer FC Nach 17 Jahren beim CFC: Stanley Keller stürmt jetzt für diesen Traditionsverein!

Das dritte Tor fiel trotzdem. Brügmann bestrafte in der 83. Minute den kapitalen Bock von Nico Gorzel und machte den Deckel endgültig drauf.

Statistiken zum Sachsenpokal-Spiel zwischen Chemnitzer und FC Erzgebirge Aue

Chemnitzer FC - FC Erzgebirge Aue (2:0) 3:0

Aufstellungen

Chemnitzer FC: Jakubov - Mensah, Kurz, Kircicek, Pagliuca, Campulka, Löwe, Zickert, Berger, Stagge, Müller

FC Erzgebirge Aue: Männel - Burger, Sorge, Knezevic, Jonjic, Nazarov, Besong, Rosenlöcher, Thiel, Gorzel, Stefaniak

Schiedsrichter: Lars Albert (Tannenbergsthal/ Muldenhammer)

Zuschauer: 14.006

Tore: 1:0 Kircicek (1.), 2:0 Campulka (14.), 3:0 Brügmann (83.)

Gelbe Karten: Kircicek, Rosenlöcher, Stefaniak

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

Mehr zum Thema Chemnitzer FC: