Verletzungspech im CFC-Sturm: Nach Torjäger Bozic meldet sich Grimaldi ab!
Chemnitz - "Uns haben heute 24 der 37 Tore gefehlt", sagte CFC-Trainer Benjamin Duda (37) nach der bitteren 1:3-Niederlage am Samstagnachmittag beim Halleschen FC: "Deshalb war es insgesamt ein harmloser Auftritt."
Dejan Bozic (33, 13 Saisontreffer) hatte drei Tage zuvor beim Auswärtsspiel gegen die BSG Chemie Leipzig (1:2) einen Schlag aufs linke Sprunggelenk bekommen und musste im Alfred-Kunze-Sportpark bereits in der ersten Halbzeit den ramponierten Rasen verlassen.
In Halle stand der Top-Torjäger - entgegen der Ankündigung auf der Pressekonferenz 28 Stunden vor dem HFC-Duell - dennoch im Spieltagskader.
Duda klärte auf TAG24-Nachfrage auf: "Dejan kam nach dem Training am Freitag zu mir und meinte: Ich kenne meinen Fuß am besten und stelle mich für 15 bis 20 Minuten zur Verfügung. Mit Tapen und Schmerztablette bekomme ich das hin."
Da der Ostklassiker früh entschieden war, konnte der CFC-Coach seinen Torschützen vom Dienst schonen.
"Es ist ein Bänderriss und keine Riesenverletzung. Dejan ist erfahren genug. Er weiß, wie er damit umgehen muss. In der neuen Woche wird er seine Behandlungen weiterführen", ergänzte Duda, der in Halle auch auf Tom Baumgart (28/3 Tore) und Johannes Pistol (24/2) verzichten musste.
Bozic stand für Notfall bereit, aber CFC-Coach Duda nimmt die anderen in die Pflicht
Dass Bozic am Samstag für den Notfall bereitstand, hatte etwas mit dem zweitbesten Angreifer der Himmelblauen zu tun: Maurizio Grimaldi (23). Der pfeilschnelle Außenstürmer, der schon sechsmal einnetzen konnte, lief mit Krücken durch das Stadion.
Duda verriet TAG24: "Er hat sich am Mittwochabend bei Chemie eine Innenband-Verletzung im rechten Knie zugezogen und ist für rund drei Wochen definitiv raus. Gott sei Dank ist es auch bei ihm nichts Schwerwiegenderes!"
Die kommenden beiden Heimspiele am Samstag gegen den Tabellenvierten Rot-Weiß Erfurt und am 22. März gegen den Zweiten Carl Zeiss Jena wird Grimaldi verpassen.
Duda weiß: "Jetzt müssen andere in die Bresche springen, Tore vorbereiten und erzielen. Das 1:3 in Halle hat gezeigt, wie es gehen kann."
Rechtsverteidiger Roman Eppendorfer (23) schlug den Ball an den Fünfmeterraum. Jonas Marx (21) vollendete trotz Bedrängnis in Mittelstürmer-Manier. Gegen Erfurt und Jena bitte mehr davon!
Titelfoto: Bildmontage: Marcus Hengst, Picture Point/Sven Sonntag

